Einblick
IT-Entscheider sorgen sich um Sicherheit

Software wird immer öfter dezentral beschafft. Doch damit verschieben sich die Machtverhältnisse, wie eine Befragung des IT-Dienstleisters Logicalis zeigt.
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KölnSoftware in Betrieb zu nehmen ist heute ein Kinderspiel: Cloud-Anwendungen am PC und Smartphone-Apps sind alltäglich geworden. Den unkomplizierten Zugang zu Programmen schätzen zunehmend auch Mitarbeiter von Unternehmen. Folge: Software wird immer öfter dezentral beschafft. Damit verschieben sich die Machtverhältnisse, wie eine Befragung des IT-Dienstleisters Logicalis zeigt: 39 Prozent der Chief Information Officer (CIO) gaben an, dass sie häufig oder sehr häufig nicht in Investitionsentscheidungen involviert sind. Im Jahr zuvor sagten das erst 29 Prozent.

Der Trend zur Dezentralisierung spiegelt sich auch in der Personalpolitik: Vier von fünf CIOs sagten, die Unternehmensbereiche würden eigene Spezialisten anwerben, um sich selbst um Software, Apps und Cloud-Services zu kümmern.

Die Stärkung der IT-Kompetenzen innerhalb der Fachabteilungen könnte positive Effekte haben, zeigt eine Studie des Cloud-Infrastruktur-Anbieters VMware. Führungskräfte erhoffen sich vor allem einen Tempogewinn: Sofort verfügbare Anwendungen könnten etwa die Produktentwicklung beschleunigen, so die Studie. Zudem werde eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit erwartet. "Die zunehmende Dezentralisierung ist unmittelbare Folge des rasanten Entwicklungstempos der Geschäftswelt", sagt Annette Maier, Deutschland-Chefin von VMware.

Doch birgt dieser Trend auch Risiken: IT-Chefs warnen, dass viele der von Fachabteilungen erworbenen Lösungen sicherheitskritisch sein könnten. Hinzu kommt: Oft werden verschiedene Lösungen für ähnliche Zwecke eingekauft - so steigen die Kosten, und es drohen neue Datensilos. Um ihre Rolle als zentrale Kontrollinstanz zu behalten, müsste sich die IT-Abteilung stärker den neuen Anforderungen anpassen, sagt Maier. Nur so könne der CIO in der digitalen Transformation weiter als entscheidender Akteur wirken.

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