Hannover Messe
„Bei Industrie 4.0 geht es um Vertrauen“

Industrie 4.0 ist in aller Munde. Doch wann kommt der Durchbruch? ZF-Chef Stefan Sommer und Kuka-Chef Till Reuter sprechen zum Start der Hannover Messe über digitale Chancen, deutsche Tugenden und denkende Getriebe.
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Kuka-Chef Till Reuter fährt zu Wochenbeginn häufig von seinem Wohnort Zürich nach Augsburg. Für das Handelsblatt macht er Boxenstopp mit seiner Mercedes S-Klasse in Friedrichshafen, um en passant vor der Hannover-Messe ein Doppelinterview mit ZF-Chef Stefan Sommer zu geben. Roboterlieferant und Kunde ziehen an einem Strang, wenn es darum geht die Produktion noch effizienter zu machen und damit in Deutschland zu halten. IT-Sicherheit ja, noch besser analoges Vertrauen, dann kann so schnell sich keiner der Internetgiganten dazwischen schieben, da sind sich beide einig.

Herr Reuter, seit zwei Jahren ist das Thema intelligente Industrie 4.0 in aller Munde. Wann kommt der Durchbruch?
Till Reuter: Industrie 4.0 ist schon länger im Gespräch, nur nicht unter dem Namen. Letztendlich geht es um die Vernetzung von Maschinen und großer Datenmengen zur Auswertung von Prozessen. Der Durchbruch wird wohl noch fünf Jahre dauern, aber es ist ein kontinuierlicher Prozess.

Geht das nicht schneller, Herr Sommer?
Stefan Sommer: Gegenfrage: Wann war denn der Durchbruch der Automatisierungstechnik? Ich könnte kein Jahr beziffern. Und genau so ist es auch bei Industrie 4.0. Das ist wirklich ein kontinuierlicher Prozess.

Das klingt nicht sonderlich dynamisch.
Reuter: Doch, denn unsere Fertigung ist heute schon hochgradig vernetzt und automatisiert. Spannend wird es, wenn mit der Digitalisierung die Kundenbedürfnisse von außen in die Steuerung der Produktion direkt hineinspielen.

Übersetzen Sie uns das doch bitte mal in ein Beispiel…
Reuter: Heute geht man in ein Geschäft und kauft einen Turnschuh, der vor fünf Monaten in Asien gefertigt wurde. Unsere Kinder wollen im Netz einen Turnschuh nach ihren Vorstellungen kreieren, vielleicht ein Modell mit drei orangenen Streifen, und wollen es zwei Tage später in der Hand halten. Konsumentenverhalten wird die gesamten Prozesse verändern. Das bietet die Chance, dass hochautomatisierte Fertigung wieder zurück nach Deutschland kommt.

Bei Turnschuhen können wir uns das vorstellen, aber wie sieht das bei Getrieben oder Fahrwerken aus Herr Sommer?
Sommer: Im Prinzip funktioniert das schon ähnlich. Kein Getriebe wird in nur einem Werk gebaut. Es werden immer Komponenten zugeliefert und unsere Werke sind alle vernetzt. Wir haben schon heute alleine 300 verschiedene Getriebevarianten für Lkws, die wir „just in sequence“ direkt ans Band unserer Kunden liefern. Industrie 4.0 ermöglicht zukünftig die vollständige Automatisierung des Prozesses.

Wie muss man sich das genau vorstellen?
Sommer: Die Informationen fließen von der Entscheidung des Kunden beim Händler, welches Getriebe er haben will, automatisch bis zu uns an die Maschinen. Die Getriebe werden dann mit so genannten RFID-Chips ausgestattet, in denen alle relevanten Informationen über das Getriebe und den Lkw stecken, in den es eingebaut werden soll.

Dann werden sie ja gläsern.
Sommer: Wir sind heute schon gläsern. Aber wir sind noch nicht so effizient, wie wir sein wollen. Ziel ist, immer mehr dieser individualisierten Produkte in kurzer Zeit zu bauen. Aber die Automobilindustrie ist noch weit vom Beispiel des Turnschuhs entfernt, der in zwei Tagen individuell gefertigt wird. Wenn ein Kunde ein Auto bestellt, dauert es bis zur Auslieferung heute bis zu einem halben Jahr; auch wegen der komplexen Materialflüsse quer über den Globus. Bis wir durch „Industrie 4.0“ Fertigung komplett wieder nach Deutschland holen können, dauert es noch lange – vielleicht sogar eine Dekade.

Das Getriebe aus dem Drucker braucht auch noch ein bisschen.
Sommer: Ja, sicher (lacht).

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  • VORSICHT vor diesem DELLI-TROLL

    das HBO ist informiert, kein Problem mittels Mailadresse.

  • Herr kleiner Spiegel-Troll@Bei 50 Prozent der Betroffenen liegt gleichzeitig eine Persönlichkeitsstörung vor. Die unter den Erkrankten am häufigsten auftretenden Persönlichkeitsstörungen sind die abhängige und die selbstunsicher-vermeidende. Eine komorbide zwanghafte Persönlichkeitsstörung liegt dagegen deutlich seltener vor. Generell weisen Zwangskranke häufig problematische Interaktionsmuster bzw. Persönlichkeitszüge auf

  • "....ixcxh...(?????)....regen Gebraucht macht.....???????

    Eine gute Ausbildung ist schon was,wie eine gute Rechtschreibung!

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