Mehr Platz für Bilder
Xing baut Profil-Design neu

Zum ersten Mal seit mehreren Jahren baut das Karriere-Netzwerk Xing seine Profile um. Es gibt einen neuen Bereich, in dem sich Nutzer besser präsentieren können. Xing geht damit einen anderen Weg als US-Rivale LinkedIn.
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HamburgDas Karriere-Netzwerk Xing will mit einen runderneuerten Profil-Design attraktiver für seine Mitglieder werden. Neben einem veränderten Aussehen kommt ein „Portfolio“-Bereich hinzu, in dem Nutzer Fotos oder andere Dateien präsentieren können. Außerdem werden Soziale Medien wie Twitter stärker eingebunden.

Das neue Design ist seit Mittwoch verfügbar. Nutzer können sich für die Umstellung anmelden, ab Mitte August werden die Profile aller Mitglieder automatisch umgestellt. Die Apps für mobile Geräte sollen ebenfalls verändert werden.

Xing ist das führende Karriere-Netzwerk im deutschsprachigen Raum und hat nach eigenen Angaben rund 13 Millionen Nutzer. Damit ist es deutlich kleiner als der global agierende US-Rivale LinkedIn, der nach jüngsten Zahlen auf fast 220 Millionen Mitglieder weltweit kam.

Das veränderte Design solle den Mitgliedern neue Möglichkeiten zur Darstellung geben, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller der dpa. „Der klassische Lebenslauf spielt in Deutschland zwar immer noch eine große Rolle. Aber je mehr sich die Arbeitswelt weiterentwickelt, desto mehr wollen und müssen die Menschen nicht nur zeigen, wo sie zum Beispiel ausgebildet worden, sondern auch welche Projekte sie umgesetzt haben.“ Xing habe deshalb aus dem Profil eine Mini-Website gemacht. Allerdings werde wohl nicht jedes Mitglied alle Funktionen nutzen.

Xing nimmt mit dem Umbau verstärkt Selbstständige und projektorientierte Nutzer ins Visier. Damit wolle man Mitgliedern mehr Chancen im veränderten Arbeitsmarkt geben, sagte Vollmoeller. Xing sei eine digitale Visitenkarte im Netz. Der deutsche Anbieter setzt damit andere Akzente als etwa LinkedIn, wo immer mehr die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und ein Nachrichtenstrom nach dem Muster von Facebook im Vordergrund stehen.

Für Personaldienstleister bringe der Umbau Herausforderungen, räumte Vollmoeller ein. „Für sie bedeutet das neue Profil erst einmal mehr Informationen, die nicht mehr so schnell ausgelesen werden können wie bisher.“ Für sie gebe es aber nach wie vor spezielle Werkzeuge. „Wir haben hier ausdrücklich gesagt, wir machen das für unsere Mitglieder und nicht für die Recruiter.“

Xing gehört mehrheitlich zum Medienkonzern Burda. Zuletzt fiel das Geschäftswachstum nur mäßig aus, Vollmoeller will aber mit neuen Angeboten Gas geben.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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