5 Jahre iPod
Apples Lebensretter

Kein anderes Gerät hat die Medienmärkte seit Einführung des Fernsehens so nachhaltig verändert wie der iPod. Für viele ist der tragbare Musikspieler längst zum Kultobjekt avanciert - für den Hersteller Apple ein unvergleichbarer Glücksfall. Nun feiert der iPod seinen fünften Geburtstag.

DÜSSELDORF. Mein 20 GB iPod an Discovery Point, Ross Island, Antarktis", steht stolz unter dem Foto auf www.ipodlounge.com. Zu sehen ist eine dick vermummte Hand, die einen Musikspieler formatfüllend ins Bild hält. Im Hintergrund ein verwittertes Holzkreuz vor treibenden Eisschollen. Hier überlässt der Mensch freiwillig der Maschine den Ehrenplatz, seinem Ein und Alles.

Tausende Fotos aus aller Welt zeugen von einer innigen Verbundenheit, ja Liebe der Besitzer zu einem Kultgegenstand, der unser Leben verändert hat. Die Zeitrechnung der Unterhaltungsindustrie kann heute neu aufgeteilt werden in die Zeit vor dem iPod und die Zeit nach dem iPod. Kein anderes Gerät hat die Medienmärkte seit Einführung des Fernsehens so nachhaltig verändert.

Dabei sah am Anfang alles nach einem veritablen Flop aus. Was Steve Jobs am 23. Oktober 2001, dem Tage Null der neue Zeitrechnung, als Rettung des angeschlagenen Computerbauers Apple präsentierte, ließ manchem Beobachter das Blut in den Adern gefrieren. Die Computer-Kultmarke mit dem unverwechselbaren Design und den chronisch geringen Marktanteilen setzte ihre Zukunft auf - einen Musikspieler.

Da gab es schon längst Digital-Spieler, die kleiner waren oder mehr Lieder speichern konnten als das weiße Ding, das Jobs seinen Fans da freudestrahlend in San Francisco entgegenhielt und "iPod" nannte. Ein Name, der angesichts eines Preises von 400 Dollar im Internet schnell als "Idiots price our devices" verhöhnt wurde. Locker übersetzt: "Unsere Geräte werden von Idioten bepreist." Nur ein paar hunderttausend iPods wurden im ersten Jahr verkauft. Aber Jobs blieb stur. Der iPod wurde ständig überarbeitet und mit Software erweitert.

Heute, im Jahre fünf nach iPod und fast 70 Millionen Geräte später, hat Apple seine Verluste in Milliardengewinne umgewandelt, und das Mediengeschäft mit Hard- und Software liefert über 40 Prozent des Umsatzes. Tendenz stark steigend.

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