Ausländische Domains erschwere staatliche Kontrolle
Simbabwes E-Mail-Spitzelei

Die Regierung Simbabwes plant den gesamten E-Mail-Verkehr im Land überwachen. Allerdings schlägt die Architektur des Internet der Schnüffelwut ein Schnäppchen.

hiz DÜSSELDORF. Die Regierung von Simbabwe möchte durch die Überwachung aller E-Mails im Land "schädlichen" Content von den Bürgern fernhalten. Allerdings ist der Wunsch nicht realisierbar. Wie der „Zimbabwe Independet“ meldet, haben IT-Sachverständige bestätigt, dass die Regierung nur Domains überwachen kann, die auf co.zw, org.zw oder ac.zw enden. Diese werden von lokalen Service Providern wie M-Web, TelcoNet, AfricaOnline, Zimbabwe Online, Ecoweb und e-world betrieben. Sie haben den Anweisungen der Regierung zu folgen und den E-Mail-Verkehr offen zu legen. Anders sieht es aus, wenn die Anwender E-Mail-Adressen von Providern nutzen, die nicht in Simbabwe ansässig sind.

Nutzer von Accounts, deren Server nicht im Land stehen, bleiben von der Schnüffelei verschont, weil Provider in andern Ländern nicht zur Weitergabe von Daten oder Kontoinformationen verpflichtet sind. Zudem sind E-Mail-Konten mit einem Passwort geschützt. Vorausgesetzt, der Anwender wählt ein schwer zu knackendes Kennwort, sind die privaten Daten vor dem Zugriff durch die Regierung relativ sicher.

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