Auswahl der Sicherheits-Software fällt oft schwer
Geschäft mit der Viren-Angst boomt

Fast täglich kommen neue IT-Sicherheitsprodukte auf den Markt, neue Schlagworte wie Intrusion Prevention oder Intrusion Detection werden kreiert. Nicht jeder muss aber jede Funktion sofort einsetzen, sagt etwa die internationale Technologieberatung Gartner Group: "Unternehmen sollten nicht zu früh hochgejubelte, aber unreife Schutztechnologien kaufen", so deren Analyst Vic Wheatman.

HB HANNOVER. Unter Sicherheitstechnologien, die man in den nächsten fünf Jahren noch nicht braucht, ordnet er unter anderem die passive Einbruchserkennung, im Fachenglisch Intrusion Prevention, ein. Unbedingt notwendig seien dagegen die Kontrolle der zugreifenden Endgeräte, Pläne zur Absicherung der Geschäftstätigkeit sowie Intrusion Prevention, also das Abwehren von Angriffen auf PCs und Server.

Wer diese Aussage als Richtschnur bei der Produktauswahl nutzt, hat die Qual der Wahl zwischen Produkten, die verschiedene Funktionen vereinen, und spezialisierten Lösungen für Firewall, virtuelles privates Netzwerk, Virenschutz oder Internet-Zugang. Nicht nur bei den Produkten, sondern auch bei den Herstellern ist die Situation unübersichtlich: Es gibt Neulinge, etwa aus der Netzwerksparte. Andere Firmen, die lange nur Teilsegmente des Sicherheitsmarkts bedient haben, weiten ihre Produktpaletten aus. So bündelt Netzwerker Cisco Firewall, Einbruchssicherung und Virenschutz; der Firewall-Experte Checkpoint koppelt DSL-Router, Firewall, Lan-Anschlussgerät und Zugang zum Drahtlosnetz; Symantec kombiniert Firewall, Content-Sicherheit und Intrusion Prevention. Hinzu kommen Spezialisten, die für jedes Bedrohungsszenario ein eigenes Gerät verkaufen.

Frank Gebert, stellvertretender Chef des Tübinger Beratungsunternehmens Syss, rät zum Pragmatismus bei der Produkt-Auswahl: "Viele Lösungen, die angeboten werden, bieten vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen deutlich mehr, als diese brauchen und sind deshalb auch viel zu teuer." Sein Rat: "Kleinere Komplettlösungen können Anforderungen wie Surfen im Internet, die Abwicklung elektronischer Post und die Übertragung von Dateien per File-Transfer wunderbar abdecken."

Diese Funktionen sind gebündelt in so genannten Appliances zu haben, das sind Spezialrechner, die für einzelne Aufgaben optimiert worden sind. "Es gibt Lösungen, die beispielsweise DSL-Router, Firewall, Virenscanner und Mail-Server bereitstellen. Das reicht für diese Anwendungen zunächst aus", sagt Gebert. Produkte, die solche Funktionen bündeln, gibt es etwa von Pyramid unter dem Namen Ben Hur, von Intra2net unter der Bezeichnung Intranator oder von Linogate unter dem Label Defendo.

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