Bewegte Bilder
Web-TV soll „Generation Online“ anlocken

Tim Kemmerling korrigiert noch eine Moderation, dann geht er ins Studio, streift sich das Jackett über, und schon geht der Scheinwerfer an. „Etwas weiter nach links“, ruft Julia Lutz, die am Computerschirm Regie führt. Kemmerling schaut in die Kamera und sagt die neusten Nachrichten aus Köln an, die dann im Film zu sehen sind.

dpa DÜSSELDORF. Alles sieht aus wie herkömmliches Fernsehen - ist es aber nicht. Kemmerling und die Beiträge seines Teams laufen nur online, auf „Ksta.TV“, dem Internet-Fernsehen des „Kölner Stadt-Anzeigers“.

„Ich gucke Zeitung“ heißt es immer öfter. Ob „Süddeutsche“, „Welt“ oder „FAZ“, ob „Spiegel“, „Focus“ oder „Zeit“ - viele Verlage haben Videos zum festen Bestandteil ihres Internet-Auftritts gemacht. Bewegte Bilder sollen die „Generation Online“ zur guten alten Zeitung locken. „Denn die Möglichkeit, diese Zielgruppe allein mit Print zu erreichen, wird sich im Lauf der Jahre verschlechtern“, sagt der Journalistik-Professor Günther Rager von der Universität Dortmund.

Die Modelle sind unterschiedlich. Einige bieten...

 
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