Bitkom und Schily stellen nationalen Sicherheitsplan vor
IT-Frühwarnsystem geplant

Staat und Privatwirtschaft sollen als Partner bei der Entwicklung eines nationales IT-Frühwarnsystem zusammenarbeiten. Ziel ist ein umfassendes Lagebild über die aktuelle Bedrohungssituation für die IT-Infrastruktur.

hiz DÜSSELDORF. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) hat ein Konzept für ein nationales IT-Frühwarnsystem veröffentlicht. Bundesinnenminister Otto Schily stellte bei der Vorstellung des Sicherheitsplans die Wichtigkeit eines solchen Systems heraus.

Die ITK-Infrastruktur gewinnt für die Behörden und Unternehmen an Bedeutung. Allerdings steigen die Gefahren für diese Netze ständig. "Ein nationales IT-Frühwarnsystem ist ein wesentliches Element der Internet-Sicherheit", betont Bitkom-Geschäftsführer Peter Broß. Hauptaufgabe und langfristiges Ziel soll es sein, jederzeit ein umfassendes nationales Lagebild über die aktuelle Bedrohungssituation für die IT- und TK-Infrastruktur von Behörden und Unternehmen zu ermitteln. Zudem sollen Aussagen über die Veränderungen in der Bedrohungs- und Risikosituation abgeleitet sowie Strategien zur Verhinderung oder Abwehr neuer Bedrohungen entwickelt werden.

Zielgruppen der Warnungen sollen die Sicherheitsteams größerer Organisationen, so genannte Computer Emergency Response Teams (CERTs), bzw. das IT-Sicherheitsmanagement von Unternehmen und Behörden sein. "Beim wichtigen Thema IT-Sicherheit ist eine enge Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft und Wissenschaft unabdingbar“, erklärt Peter Broß.

Um erfolgreich zu sein, ist eine enge Kooperation aller Akteure notwendig: Sicherheitsbehörden, Strafverfolgungsbehörden, ITK-Hersteller und -Dienstleister, CERT-Verbünde und wissenschaftliche Einrichtungen. Für die Umsetzung schlägt die ITK-Wirtschaft vor, eine mit Vertretern von Politik, Forschung und Wirtschaft besetzte Arbeitsgruppe einzurichten. Diese Gruppe soll das für den Standort Deutschland wichtige Thema gemeinsam weiterentwickeln. "Das IT-Frühwarnsystem ist damit ein präventiv orientiertes Element im Rahmen eines Gesamtsystems, um zukünftige Angriffe rechtzeitig zu erkennen", so Bitkom-Chef Broß. "Es ist klar, dass der Aufbau eines IT-Frühwarnsystems langwierig ist und noch erheblicher Forschungsbedarf besteht. Bevor wir verlässliche Wetterwarnungen fürs Internet bekommen, vergeht noch einige Zeit, aber umso dringlicher ist es, dass wir jetzt mit konkreten Maßnahmen beginnen."

Das vorgestellte Positionspapier kann als PDF-Dokument aus dem Internet geladen werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%