Bitkom-Chef Kempf
„Wir brauchen Warnsysteme für das Internet“

Dieter Kempf, Präsident des Bitkom und Vorstandsvorsitzender des IT-Dienstleiters Datev eG, über die Bedeutung der Cebit, über Hackerangriffe und über die Entwicklung seines Unternehmens.
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Herr Kempf, die Cebit ist wie ein Gemischtwarenladen: Für jeden Geschmack ist etwas dabei, aber keine Zielgruppe wird so richtig angesprochen. Sind Sie noch zufrieden mit der Messe?

Es ist vollkommen richtig, nicht nur um die IT-Profis zu werben, sondern auch Konsumenten anzusprechen. Wer sich heute noch als junger Mensch in der Halle für die Computerspiele tummelt, der ist morgen womöglich schon ein wichtiger Kunde für ein Unternehmen wie die Datev.

Gleichwohl finden die großen Produktvorstellungen inzwischen beim Mobile World Congress in Barcelona oder auf der CES in Las Vegas statt. Hat die Cebit nicht an Bedeutung verloren?

Früher war die Cebit einmal genauso hip wie heute Barcelona. Dann sagten wir, dass wir lieber Geschäfte machen wollen als Party. Und komplexe Lösungen zu präsentieren, etwa die sichere elektronische Zustellung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen, ist nun einmal nicht besonders sexy.

Selbst die IT-Profis meiden aber inzwischen Hannover. Die Chefs der großen US-Konzerne wie Intel waren vergangene Woche zum großen Teil in Barcelona. Die Cebit aber findet ohne sie statt.

Das kann man der Messe nicht ankreiden. Die Leute haben einen engen Terminkalender, beide Ausstellungen zu besuchen ist für viele einfach nicht drin.

Wie wichtig ist die Cebit denn für Ihr Unternehmen, den IT-Dienstleister Datev?

Sehr wichtig. Das ist durchaus nicht selbstverständlich, Steuerberater und Wirtschaftsanwälte sind ja nicht das klassische Publikum der Messe. Die kommen aber sehr zahlreich. Zudem sind viele Mandanten unserer Kundschaft da. Die sehen dann ebenfalls, welche Lösungen es für die Zusammenarbeit von Mandant und Berater gibt, und sprechen unsere Mitglieder darauf an.

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Vertrauen in die moderne Technik

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IT-Branche knackt Umsatzmarke

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