Künstliche Intelligenz auf der Cebit
Wenn Siri sauer auf Paul ist

Der Verkaufsroboter als Kundenberater: Auf der Cebit sind etliche Maschinen zu sehen, die dem Menschen Rede und Antwort stehen. Doch noch können die Maschinenwesen die in sie gesetzten Erwartungen nur zum Teil erfüllen.
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HannoverDen Weg zu den Geschirrspülern oder dem Regal mit elektrischen Zahnbürsten weist Paul, indem er vorwegrollt. Die Wetterprognose hat er genauso parat wie ein paar Witze. Und wenn ihm niemand Fragen stellt, dann tanzt er – in der Hüfte ist er unerwartet beweglich. Auf der Cebit zeigt der Elektronikhändler Saturn, wie er mit dem Verkaufsroboter den Kundenservice verbessern will.

Paul ist Teil eines Trends: Auf der Technologiemesse sind zahlreiche Maschinen zu sehen, die den Menschen Rede und Antwort stehen. Da ist ein autonomer Bus, der Passagieren die nächstgelegene Pizzeria nennt oder Sehenswürdigkeiten zeigt. Da ist Software für die Finanzbuchhaltung, die Fragen zu Umsatz oder Kundenzahl über die Lautsprecher des PCs beantwortet. Und da sind Roboter aller Art, ob als Verkaufshelfer oder Empfangspersonal im Hotel.

Einige Unternehmen wollen damit ihren Kunden helfen, andere die Bedienung ihrer Produkte erleichtern – und zusammen machen sie sich daran, den Umgang mit Technologie zu verändern. Die Beispiele auf der Technologiemesse zeigen jedoch auch, wie schwierig es ist, eine Künstliche Intelligenz zu entwickeln, die der menschlichen nahe kommt.

Vom Smartphone bis zum Auto, vom Elektronikmarkt bis in die Fabrik: Die zunehmende Verbreitung der Technologie hat mit bemerkenswerten Fortschritten zu tun. Zum einen funktioniert die Spracherkennung zuverlässig, also das Transkribieren von Eingaben. Bei den besten Systemen liegt die Fehlerrate bei rund fünf Prozent. Die Maschine hat damit das Niveau des Menschen erreicht, und weitere Verbesserungen sind absehbar.

Zum anderen lässt sich die Technologie zu überschaubaren Preisen einbauen. Mikrofone, Prozessoren und Funkmodule sind dank des Smartphone-Booms der vergangenen Jahre bezahlbare Massenware. Diese Komponenten ermöglichen es, Sprache aufzunehmen und in ein Rechenzentrum zu übertragen, wo Algorithmen die Analyse übernehmen. Konzerne wie Amazon, Microsoft oder Nuance bieten diese Teildisziplin der Künstlichen Intelligenz als Dienstleistung an.

Doch Intelligenz kann sehr unterschiedliche Dinge bedeuten.

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