Checkliste
Tipps zum Versteigern

Wie Verkäufer ihr Angebot bei Ebay professionell an den Mann bringen.

Käufer anlocken. Der Titel, der in der Übersichtsliste erscheint, ist das Aushängeschild für jede Auktion. Dort sollte knapp, aber konkret stehen, was angeboten wird. Dem Verkäufer bleiben dafür genau 45 Zeichen. Ein Muss sind Produktname, Kennzeichen, Eigenschaften, Größen. Beispiel: Statt "Schöner Mantel von Esprit", "Kurzmantel, Esprit, blau, Größe 36, neu". Möglichst immer den Zustand angeben, also "neu" oder auch OVP für originalverpackt.

Weiteres Lockmittel: das Galeriebild, welches als kleines Foto in der Angebotsliste erscheint. Die 75-Cent-Investition lohnt sich besonders bei höherwertigen Produkten, da es in den langen Auktionslisten ein Hingucker ist.

Mängel nicht verschweigen. Der Käufer kann die Ware nicht anfassen. Um diesen Nachteil wettzumachen, sind zwei Dinge kaufentscheidend: ein gutes Foto und eine ebenso präzise wie ehrliche Beschreibung des Produkts. Mängel zu verschweigen, bringt nur Ärger. Gewerbliche Händler müssen Gewährleistungsansprüche erfüllen, private Verkäufer riskieren eine schlechte Bewertung.

Der Beschreibungstext sollte mit Spiegelstrichen übersichtlich gestaltet sein; Animationen und verschiedene Schriftfarben wirken schnell unseriös oder billig. Angaben zu Versandkosten und Zahlungskonditionen nicht vergessen. Gewerbliche Händler sollten auf das 14-tägige Rückgaberecht hinweisen und darauf, dass sie Rechnungen mit Mehrwertsteuer ausstellen.

Für CDs, DVDs, PC-Spiele und Bücher bietet Ebay seit kurzem auch kostenlos standardisierte Produktinformationen an. Das spart zwar Arbeit, doch Nachbesserungen oder Ergänzungen der Texte sind oft sinnvoll.

Auktionsende clever timen. Sie können wählen, ob Sie Ihre Auktion drei, fünf, sieben oder zehn Tage laufen lassen wollen; neuerdings sind auch eintägige Auktionen möglich. Wichtig ist, wann die Auktion endet: Denn je mehr kaufwillige Ebayer vor dem Computer mitsteigern, desto höher schraubt sich der Endpreis. Das optimale Auktionsende hängt von der Zielgruppe ab.

Wer Kinderklamotten oder Spielzeug versteigert, lässt die Auktion vormittags auslaufen, wenn Mütter und Väter vor den Computern sitzen.

Garantiert viel Publikum finden Auktionen, die abends oder am Wochenende enden.

Versteigern oder Fixpreis? Faustregel: Sammlerstücke und Produkte, die kultig, selten und gerade in sind, besser über eine Auktion laufen lassen.

Im Ersteigerungsfieber sind Käufer eher bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Bei Gebrauchsgütern, Artikeln mit allgemein bekanntem Marktpreis oder Produktpaketen empfiehlt sich die Sofort-Kaufen-Funktion zum Festpreis. Tipp vor der ersten Auktion: Den Markt für "sein" Produkt einige Zeit beobachten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie stark es nachgefragt wird und wie viel es einbringt. Dabei helfen Software-Tools wie beispielsweise Baywotch oder Tradewatcher.

Preis kalkulieren. Auktionen fangen in der Regel mit einem Euro an, weil Ebays Einstellgebühren dann am billigsten sind. Verkäufer-Risiko: Wenn nicht genug potenzielle Käufer mitsteigern, geht die Ware im Zweifel auch nur für ein paar Euro weg. Wer teurer versteigern will oder muss, gibt seine Schmerzgrenze als Startpreis ein. Zumindest Einstellgebühr, Provision und ein Zuschuss zur Verpackung sollten damit eingespielt werden. Es gibt zwar die Möglichkeit, die Auktion bei mangelnder Nachfrage bis kurz vor Ende noch zu stoppen. Leute aber, die schon geboten haben, werden diesen Verkäufer auf ihre schwarze Liste setzen.

Der Preis bei der Sofort-Kaufen-Option sollte deutlich unter dem Preis im Einzelhandel liegen ­ für den Käufer kommen schließlich noch die Versandkosten dazu. Mehr als 30 Prozent der Artikel bei Ebay gehen mittlerweile als Sofortkauf weg.

Versand günstig gestalten. Bei gängigen Produkten und großer Händler-Konkurrenz entscheidet nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die zusätzlichen Versandkosten, bei welchem Anbieter der Käufer zuschlägt. Für viele Produkte bietet sich der Versand als Bücher- oder Warensendung an. Damit lässt sich so ziemlich alles bis zu einem Gewicht von 500 Gramm verschicken. Dabei kostet die Luxus-Variante gerade mal 1,53 Euro. Bedingung: Die Sendungen müssen für Postzwecke zu öffnen sein. Zweiter Spar-Tipp: Maxibrief plus für 3,73 Euro statt Päckchen für 4,10 Euro ­ bei gleichem Volumen. Auch am Verpackungsmaterial lässt sich sparen, etwa indem Sie über den Großhandel einkaufen. Je mehr Sie abnehmen, umso billiger wird es. Oder Sie suchen gleich über Ebay nach günstigen Angeboten.

Ebay verdient mit. Für jede Auktion oder jedes Sofort-Kaufen-Angebot wird eine Angebotsgebühr fällig, die sich nach dem Startpreis richtet. Die Staffelung reicht von 25 Cent für einen Startpreis zwischen einem und zehn Euro und steigt bis auf 4,80 Euro. Zusatzoptionen kosten extra: 75 Cent für ein Galeriebild, 1 Euro für Fettschrift in der Artikelliste oder 1,50 Euro für einen farbigen Hintergrund in der Trefferliste. Ebay-Gebühren auf den Käufer abzuwälzen, ist verboten.

Elektronischer Helfer. Käufer erwarten im Internet eine zügige Abwicklung. Daher empfiehlt sich für Powerseller eine Software, die nach Auktionsende automatische Bestätigungsmails mit der Bankverbindung rausschickt.

Privates vom Business trennen. Profi-Verkäufer sollten sich einen zweiten Account anlegen, über den sie private Verkäufe und Käufe abwickeln. Das schützt den Business-Account vor negativen Rachebewertungen, wenn man als Käufer mal unzufrieden mit einem Händler war und ihn entsprechend schlecht beurteilt hat.

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