Chrome 8
Google veröffentlicht Browser mit PDF-Betrachter

Google hat am Freitag die neue Version seines Browsers Chrome veröffentlicht, Die neue Version enthält neben rund 800 Fehlerkorrekturen einen integrierten PDF-Betrachter. Inzwischen hat Google mit dem Browser einen beachtlichen Marktanteil erreicht.
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BERLIN. Mit Chrome 8.0.552.215 hat Google eine stabile Version seines Browsers Chrome 8 veröffentlicht. Diese enthält unter anderem einen integrierten PDF-Betrachter, der zwar schon seit Chrome 6 mitgeliefert wird, aber erst in der aktuellen Version 8 standardmäßig aktiviert ist.

Die Google-Entwickler haben den PDF-Betrachter in das Sicherheitskonzept von Chrome integriert und sperren ihn in eine eigene Sandbox, um die Auswirkungen möglicher Sicherheitslücken einzuschränken. Der integrierte PDF-Betrachter startet schneller als das Plugin des Adobe Readers.

Darüber hinaus enthält die neue Version rund 800 Fehlerkorrekturen, darunter auch solche, die Sicherheitslücken schließen. Hinzu kommen weitere experimentelle Funktionen, die mit der Eingabe von about:flags in der Adresszeile aktiviert werden können und zum Teil schon seit geraumer Zeit mit dem Browser ausgeliefert werden.

So kann in Chrome 8 eine Tabübersicht durch das Streichen mit drei Fingern nach unten auf dem Touchpad aktiviert werden. Tabbed Setting verschiebt den Einstellungsdialog in ein Tab. Veraltete Plugins können auf Wunsch deaktiviert und Webkits XSS-Auditor kann aktiviert werden. Er soll vor Cross-Site-Scripting-Angriffen schützen, kann aber bei einigen Webseiten Kompatibilitätsprobleme verursachen.

Mit der Funktion Background Webapps können Webapplikationen beim Systemstart im Hintergrund gestartet werden. Sie läuft auch dann, wenn alle Fenster geschlossen sind. Die Funktion Instant erinnert an Google Instant und sorgt dafür, dass Webseiten schon beim Eintippen der URL geladen werden.

Ebenfalls in Chrome enthalten, aber in der Standardeinstellung nicht aktiviert, ist Unterstützung für GPU-beschleunigtes Compositing und WebGL.

Im Rahmen von Googles Dev-Channel steht seit kurzen zudem eine neue Entwicklerversion bereit, die Adobes Flash Player in Chromes Sandbox-Konzept integriert, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Die erste Version von Chrome stellte Google im September 2008 vor. Trotz Googles Spätstart in die Welt der Browser kann er nur zwei Jahrfe nach dem Start bereits einen beachtlichen Marktanteil vorweisen. Nach den Zahlen des Online-Statistikdienstes StatCounter landete der Google-Browser im September 2010 bei einem Anteil von 11,5 Prozent, während der Internet Explorer mit 49,9 Prozent erstmals seit Jahren unterhalb der 50-Prozent-Schwelle blieb. Deutlich vor dem Google-Browser liegt der Firefox (31,5 Prozent).

Chrome 8 steht ab sofort unter google.com/chrome für Windows, Linux und Mac OS X zum Download bereit.

Mit Material von dpa

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