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Chronologie: Stationen der Peoplesoft-Übernahmeschlacht

Dem US-Softwareriesen Oracle ist nach anderthalb Jahren die Übernahme des Konkurrenten Peoplesoft gelungen. Hier die wichtigsten Stationen der 18-monatigen Übernahmeschlacht.

dpa HAMBURG. Dem US-Softwareriesen Oracle ist nach anderthalb Jahren die Übernahme des Konkurrenten Peoplesoft gelungen. Hier die wichtigsten Stationen der 18-monatigen Übernahmeschlacht.

Juni 2003 - Peoplesoft kündigt seine Pläne zur Übernahme des Konkurrenten J.D. Edwards an. Oracle reagiert mit seinem feindlichen Übernahme-Angebot und bietet den Aktionären von Peoplesoft 16 Dollar je Aktie. Der damalige Peoplesoft-CEO Craig Conway wirft Oracle ein Täuschungsmanöver vor, um die Fusion mit J.D. Edwards zu verhindern. Auch ein verbessertes Angebot von 19,50 Dollar je Aktie akzeptiert der Vorstand nicht. Der US-Bundesstaat Connecticut leitet ein Kartellrechtsverfahren ein und untersucht, ob eine Fusion von Oracle und Peoplesoft den Wettbewerb behindern würde.

Juli 2003 - Peoplesoft übernimmt J.D. Edwards für 1,8 Mrd. Dollar und verdrängt Oracle von Platz zwei in der Unternehmenssoftware-Branche. Marktführer ist SAP.

Februar 2004 - Oracle erhöht sein Angebot um 33 Prozent auf 26 Dollar pro Aktie. Auch diese Offerte wird als zu niedrig abgewiesen. Das US-Justizministerium reicht in in San Francisco eine Kartell- Klage ein, um die Übernahme zu verhindern.

Mai 2004 - Oracle reduziert sein Angebot wegen des gesunkenen Börsenwerts von Peoplesoft deutlich. Statt 26 Dollar bietet Oracle jetzt nur noch 21 Dollar je Aktie.

September 2004 - Ein amerikanisches Bundesgericht erlaubt den feindlichen Übernahmeversuch mit der Begründung, dass das Justizministerium eine wettbewerbsverzerrende Wirkung nicht nachweisen konnte.

Oktober 2004 - Der Peoplesoft-Verwaltungsrat entlässt den Chef des Unternehmens und ehemaligen Oracle-Mitarbeiter Craig Conway. Zum neuen Chief Executive Officer (CEO) wird Unternehmens-Gründer Dave Duffield ernannt. Das Oracle-Angebot liegt bei 21 Dollar je Aktie.

November 2004 - Oracle stockt sein Angebot erneut auf 24 Dollar je Aktie oder 9,2 Mrd. Dollar auf. Das Angebot wird als „beste und endgültige Offerte“ bezeichnet. Peoplesoft-Aktionäre bieten Oracle insgesamt 228,7 Mill. Aktien und damit mehr als 60 Prozent der Anteile an. Der Peoplesoft-Verwaltungsrat lehnt das Angebot dennoch als zu niedrig ab und trifft Abwehrmaßnahmen gegen die Übernahme („Giftpillen“). Oracle versucht, vor Gericht die Beseitigung der so genannten „Giftpillen“ von Peoplesoft zu erzwingen.

Dezember 2004 - Oracle erhöht sein Angebot auf 26,50 Dollar je Aktie oder 10,3 Mrd. Dollar. Der Peoplesoft-Verwaltungsrat stimmt der Übernahme schließlich zu.

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