Cloud-Computing
Der Arbeitsplatz in der Datenwolke

Das sogenannte „Cloud-Computing“ hält Einzug in die deutschen Bankzentralen. Was sich hinter der Technologie verbirgt und wie sie die Branche verändern wird.
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FrankfurtEs sind keine guten Zeiten für Banken. Sie müssen sparen - und das kräftig; die Regulierer fordern, dass die Branche künftig für den Krisenfall deutlich mehr Eigenkapital vorhält als in der Vergangenheit. Gekürzt und gestrichen wird deshalb, wo es nur geht: beim Personal, bei den risikoreichen Geschäften, aber auch bei der IT, der Dateninfrastruktur. So kommt es, dass derzeit ein Thema auf der Agenda weit oben steht, dessen Name so schwer fassbar klingt wie der Begriff Nachhaltigkeit: das Thema „Cloud-Computing“.

Keine Bank könne sich gegen diesen Trend stemmen, sagt etwa Hermann-Josef Lamberti, Vorstandsmitglied bei der Deutschen Bank und dort unter anderem für die IT zuständig. Ganz ähnlich sieht es Thomas Ullrich, IT-Vorstand bei der DZ Bank, dem Spitzeninstitut der Genossen. „Cloud-Computing ist für die Bankenbranche nicht verzichtbar. Das ist nicht mehr einfach nur ein Schlagwort, sondern längst mit Aktivitäten belegt“, so Ullrich.

Übersetzt bedeutet Cloud-Computing soviel wie das Arbeiten in einer Rechnerwolke. Dabei geht es vereinfacht darum, Anwendungen und Daten eines Unternehmens auszulagern. Statt über eigene Hochleistungsrechner, die sogenannten Server, greifen Mitarbeiter der Unternehmen dabei über virtuelle Server auf ihre Daten und Anwendungen zu. Das können sie über ihren PC am Arbeitsplatz tun, aber auch über kleine Netbooks oder Handys mit Internetzugang. Der Arbeitsplatz wird virtualisiert.

Der große Vorteil: Das Cloud-Büro ist günstiger als das klassische. Und es ist flexibler. Denn die Anwendungen, wichtige Software etwa, lassen sich in der Datenwolke viel einfacher auf den neuesten Standbringen. Die Kapazität der virtuellen Server passt sich an die Erfordernisse ihrer Nutzer an. Auch das spart Geld.

„Durch die neuen Technologien geht der Energieverbrauch je Endnutzer in der Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt um 70 Prozent zurück“, sagt Lamberti. Und obwohl sich im Investment-Banking in den vergangenen drei Jahren die Rechnerleistung alle zwölf bis 16 Monate verdoppelte, sei der Energieverbrauch in den Rechenzentren konstant geblieben.

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