Computer
Auch Apple ruft 1,8 Millionen Laptop-Akkus zurück

dpa NEW YORK/TOKIO. Auch Mill. Apple-Nutzer müssen wegen eines Produktionsfehlers bei Sony ihre Notebook-Batterien umtauschen. Betroffen seien insgesamt 1,8 Mill. Geräte, davon allein 1,1 Mill. in den USA, teilte Apple am Donnerstag mit.

Es bestehe Überhitzungs- und Feuergefahr. Wie viele Batterien in Deutschland umgetauscht werden müssen, war zunächst unklar. Vor knapp zwei Wochen hatte bereits der PC-Riese Dell 4,1 Mill. von Sony hergestellte Akkus zurückrufen müssen. Sony teilte mit, man erwarte keine weiteren Rückrufe. Der japanische Konzern übernimmt die Kosten des Akku- Umtauschs, die er in beiden fällen zusammen auf 20 bis 30 Mrd. Yen (derzeit 134 bis 202 Mill. Euro) schätzt.

Der Apple-Rückruf trifft nur bereits eingestellte Modelle: Das 12- ibook G4 mit 12-Zoll-Bildschirm, das Powerbook G4 mit 12-Zoll- Bildschirm und das Powerbook G4 mit 15-Zoll-Bildschirm. Nach Angaben der US-Verbraucherschutzbehörde Cpsc wurden neun Fälle von Überhitzung bekannt, zwei Personen hätten dabei leichte Verbrennungen erlitten.

Für Apple bedeutet der Rückruf unwillkommene negative Schlagzeilen, gerade zu einer Zeit, da die Firma mit neuen Modellen ihren Marktanteil zu steigern versucht. Die Finanzergebnisse sollen aber wie auch bei Dell nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Und die neue Notebook-Linie mit Intel-Chips ist von der Umtausch-Aktion sowieso nicht betroffen.

Für Sony ist das Akku-Debakel viel schmerzlicher. Den einstige japanische Vorzeige-Konzern kämpft schon seit Jahren darum, seine schwächelnde Elektronik-Sparte in Gang zu bringen und sich nach Rückständen bei vielen Entwicklungen wieder Respekt in der Branche zu verschaffen. In den vergangenen Monaten sah es danach aus als könnte Sony-Chef Howard Stringer erste Erfolge unter anderem durch den Schwerpunkt auf flache Fernsehgeräte vorzeigen.

Nach dem Apple-Rückruf verlor die Sony-Aktie am Freitag 100 Yen oder 1,96 Prozent auf 5 000 Yen. Der Titel war das wertmäßig zweistärkste gehandelte Papier nach Softbank.

Sony teilte mit, bei der Batterie-Produktion seien zusätzliche Kontrollen eingeführt worden. Ursache für die Probleme sei, dass mikroskopisch kleine Metallteilchen in den Lithium-Ion-Akkus mit anderen Teilen Batterie-Zellen in Kontakt kommen könnten und dadurch Kurzschlüsse entstünden. Dabei trete eine Überhitzung nur in seltenen fällen auf. Es sei auch weiterhin unklar, ob die Konstruktion der Notebooks zu den Problemen ebenfalls beigetragen haben könnte, hieß es.

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