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„Games Convention“ ist fürs Publikum geöffnet

Europas größte Messe für Computer- und Videospiele, die "Games Convention" in Leipzig, startet mit Rekordzahlen. Bei der fünften Auflage präsentieren 368 Aussteller (Vorjahr: 280) aus 25 Ländern neue Produkte, wie die Messeleitung am Mittwoch zum Fachbesuchertag mitteilte.

dpa LEIPZIG. Mit einem Ansturm von zumeist jugendlichen Besuchern hat der erste Publikumstag auf der größten europäischen Messe für Computer- und Videospiele "Games Convention" (GC) in Leipzig begonnen. Bereits vor Öffnung der Tore um 9.00 Uhr warteten tausende Spielefans an den Drehkreuzen.

An den Kassenhäuschen gab es lange Schlangen. Bis Sonntag werden mehr als 150 000 Besucher erwartet. Die GC war am Mittwochabend mit einem klassischen Konzert im Gewandhaus eröffnet worden.

Insgesamt werden an den vier Publikumstagen mehr als 150 000 Besucher erwartet. Die 368 Aussteller präsentieren rund 200 Premieren mit viel technischem Aufwand. Die Fläche wurde um 13 Prozent auf 90 000 Quadratmeter vergrößert.

Der Absatz der Branche in Deutschland stagnierte im ersten Halbjahr. Der Umsatz mit Video- und Computerspielen stieg um ein Prozent auf 469 Mill. Euro, wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) mitteilte. Bei Computerspielen gingen die Erlöse dabei um sieben Prozent auf 219 Mill. Euro zurück, während es bei Videospielen trotz des bevorstehenden Generationenwechsels bei den Spielekonsolen ein Halbjahresplus von acht Prozent auf 250 Mill. Euro gab. Daneben gingen die Erlöse bei "Edutainment" und "Infotainment" um 19 Prozent auf 110 Mill. Euro zurück.

BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters führte dies unter anderem auf die Fußball-WM und die Hitzewelle zurück. "Das war kein gutes Umfeld für Home-Entertainment." Auch der bevorstehende Generationswechsel bei den Konsolen von Nintendo und Sony habe zu Kaufzurückhaltung geführt. "Sind die neuen Konsolen auf dem Markt, erwarten wir wieder einen Schub", sagte Wolters. Im nächsten Jahr sei daher mit einem Marktwachstum im zweistelligen Prozentbereich zu rechnen. Der im vergangenen Jahr gegründete Branchenverband ist zum ersten Mal ideeller Träger der Messe.

Spekulationen über einen Verkauf der GC erteilte Messe-Geschäftsführer Josef Rahmen eine klare Absage. "Die GC bleibt in Leipzig", sagte er in einem dpa-Gespräch. Trotz ihres schier unaufhaltsamen Wachstums sei die Messe in Leipzig entgegen wieder aufgetauchten Gerüchten noch längst nicht an ihre Grenzen gelangt. Wachse die Messe weiter so wie bisher, stelle sich erst in fünf Jahren die Frage, ob das Messegelände zu klein sei.

Wichtige Themen auf der Messe sind Spiele, die auch Frauen und Ältere ansprechen. "Rund ein Viertel der Nutzer ist weiblich, da haben wir noch Nachholbedarf", sagte Wolters. Besonders mit mobilen Spielen seien die neuen Zielgruppen zu erreichen. Bei Nintendos mobiler Konsole DS seien bereits 44 Prozent der Spieler weiblich, sagte Fakesch.

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