Computertechnologie
Intel stellt neue Plattform für Notebooks vor

Nach Ansicht von Chiphersteller Intel soll die neue Laptop-Generation in jeder Hinsicht besser werden. Jetzt präsentierte der Konzern seine neue Plattform "Centrino 2". In Punkto Leistung überzeugt das Modell jedoch nur teilweise.

DÜSSELDORF.Der weltgrößte Computerchiphersteller Intel hat eine neue Notebook-Plattform vorgestellt, die weniger Strom verbraucht und eine höhere Leistung erzielt. "Centrino 2" punktet aber weniger mit großem Geschwindigkeitszuwachs, sondern mit kleinen Neuerungen, die mehr Stabilität bringen. Neben der Plattform präsentierte Intel auch einen neuen Chipsatz mit integrierter Grafik, die eine bessere Videodarstellung ermöglicht. Der schnellste der neuen Zweikern-Prozessoren taktet mit 3,06 Gigahertz - ein Rekord, der allerdings nur wenig über der Taktfrequenz des bisherigen Spitzenmodells liegt.

Mit der Neuentwicklung will Intel in Zukunft schlankere, leichtere und leisere Notebooks bauen. Im Vordergrund steht dabei auch eine höhere Energieeffizienz. Mit der Centrino-2-Serie können Nutzer auf ihrem Notebook mit nur einer Batterieladung ein ganzes Video auf einer Blu-ray-Disc ansehen. Für Stromersparnis und längere Batterielaufzeiten sorgt auch die "Deep Power Down Technology", die im Leerlauf ungenutzte Komponenten abschaltet. Außerdem hat Intel die Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen überarbeitet. Computerhersteller wie Hewlett-Packard, Lenovo und Toshiba haben bereits eigene Centrino-2-Systeme entwickelt.

Intel hat sich viel vorgenommen: In diesem Sommer will der Chiphersteller insgesamt 14 weitere Prozessoren für Notebooks auf den Markt bringen. Die von vielen ersehnten Vierkernprozessoren der Centrino-2-Serie will der Chipgigant innerhalb der nächsten 90 Tage vorstellen. Intel setzt sich damit unter Zeitdruck. Schon die aktuelle Centrino-2-Präsentation, die ursprünglich für das erste Halbjahr geplant war, hatte das Unternehmen verschieben müssen. Grund für die Verzögerung waren Probleme mit der integrierten Grafik.

Konkurrent AMD hat davon profitiert. Schon im Juni konnte der Konzern auf der größten asiatischen IT-Messe Computex seinen Herausforderer für die neue Intel-Plattform vorstellen. Mit der Puma-Architektur will AMD dem Branchenprimus durch höhere Energieeffizienz und 3D-Leistung Marktanteile abjagen. ih

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