Darüber spricht das Netz
Die Feuerwehr twittert

Die kalifornischen Brände stehen beispielhaft dafür, wie das moderne Internet in immer mehr Situationen genutzt werden kann: Youtube, Blogs, Twitter, Google Maps - alles kam zum Einsatz. Unterdessen haben die britischen Behörden zwei Piratenwebsites geschlossen und Google Linkverkäufer abgestraft. Was es sonst noch Interessantes in internationalen Blogs und Webmedien zu lesen gab, und was Youtube-Commercial und Gaga-Link der Woche sind, erfahren Sie hier.

Wohl nie zuvor wurde ein dramatisches Ereignis so sehr mit den modernen Mitteln des Netzes begleitet wie die Waldbrände in Kalifornien. So vermeldet CNN einen neuen Beteiligungsrekord für seinen Internet-Dienst "iReport", bei dem Zuschauer Videos, Fotos und Berichte zu aktuellen Ereignissen einsenden können. Bei YouTube finden sich zur Stunde bereits weit über 3000 Videos zum Thema "California wildfires". Viele Zeitungen und andere aktuellen Medien haben mit eigenen Blogs auf die Waldbrände reagiert, andere mit Twitter-Feeds. Selbst die Feuerwehr von Los Angeles nutzt die Kurzmitteilungsplattform Twitter, um über aktuelle Geschehnisse zu informieren. Nicht zuletzt informierten zahlreiche Websites mit Hilfe von Google Maps und Google-Earth-Bildern über den aktuellen Stand der Feuer. Nur einige Beispiele, die zeigen, dass die Tools des modernen Internets, also YouTube, Blogs, Twitter oder Google Maps, nicht nur eine Spielerei sind, sondern in ernsten Situationen eine große Hilfe sein können. Wer wollte, konnte sich so aktuell, umfassend und personalisiert informieren, wie es nie zuvor bei vergleichbaren Ereignissen möglich war.

Internet-Links

Die britischen Behörden haben in den vergangenen Tagen die Internetszene gleich zweimal erschüttert. Zunächst wurde die Seite "TV-Links.co.uk" geschlossen, anschließend die private Musiktausch-Community "OiNK". Beide Angebote erfreuten sich großer Beliebtheit. So gehörte "TV-Links.co.uk" laut den Internetforschern von Alexa mittlerweile zu den 200 meistbesuchten Websites der Welt. Angeboten wurden dort ausschließlich Links zu Seiten, auf denen sich Fernsehserien und Spielfilme komplett und nicht wirklich legal anschauen ließen - bei chinesischen "YouTube"-Klonen und anderen dunklen Ecken des Netzes. Auch "OiNK" verteilte seine Raubkopien nicht direkt unter die Leute. Stattdessen wurde ein so genannter Torrent-Tracker zur Verfügung gestellt, über den Zigtausende Musikfans aus aller Welt vernetzt wurden und untereinander Dateien tauschen konnten. Laut Insidern war "OiNK" eine unvergleichbare Quelle, in der jede noch so seltene Rarität aus der Rockhistorie zu bekommen war. Daher waren die Aufschreie in zahlreichen Musikblogs auch groß. Diskutiert wird derzeit u.a., ob die Gerichte den beiden nun geschlossenen Angeboten überhaupt etwas anhaben können. Schließlich war "TV-Links.co.uk" nur eine Sammlung von Links zu fremden Websites und "OiNK" eine vor allem technische Plattform, aus der erst die Nutzer das machten, was es war. Zwei spannende und womöglich wegweisende Fälle, die uns sicher noch eine Weile begleiten werden.

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Internetmulti Google hat hunderte von Website-Betreibern verärgert und in einer bisher einmaligen Aktion den Pagerank von bestimmten Internetseiten gesenkt. Googles Pagerank ist ein wichtiges Kriterium für die Relevanz von Internetseiten und damit auch mitverantwortlich für die Reihenfolge, in der die Seiten bei der Google-Suche auftauchen. Auch wenn Google sich noch nicht offiziell geäußert hat, so scheint mit der Aktion der Verkauf von Links bestraft worden zu sein. Google ist dieser Linkverkauf schon seit Längerem ein Dorn im Auge, weil er die Suchergebnisse verfälschen würde. Schließlich können sich Websites so unter Einsatz von Geld mehr Relevanz erkaufen. Betroffen sind viele Blogs, aber auch Seiten wie "Telepolis" von heise.de, "Zeit Online" und "Golem". Einen bitteren Beigeschmack hat Googles Strafaktion: Schließlich kann das Unternehmen, das sein Geld hauptsächlich ebenfalls durch den Verkauf von Links - die allerdings nicht den Suchindex verfälschen - verdient, so ungeliebte Konkurrenz aus dem Markt drängen.

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