Datensicherheit
Firmen setzen Betriebsgeheimnisse aufs Spiel

Spionage, Diebstahl oder Missgeschick: Betriebsgeheimnisse sind in deutschen und europäischen Unternehmen vielen Bedrohungen ausgesetzt, weil es an Datensicherheit mangelt. Einige Branchen gehen damit besonders lax um.
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FrankfurtUnternehmen in Deutschland und Europa tun zu wenig zum Schutz ihres geistigen Eigentums. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsunternehmen Iron Mountain und PwC nach der Befragung von 600 Führungskräften aus Unternehmen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Ungarn.

"Durch eine allzu lockere Einstellung zur Informations- und Datensicherheit könnten Unternehmen jedoch leicht Opfer von Industriespionage, Diebstahl oder fahrlässigen Datenverlusten werden", heißt es darin.

"Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn wertvolle Betriebsgeheimnisse wie Patente, Produktentwürfe oder Markteintrittsstrategien in die Hände eines Konkurrenten gelangen", sagte Iron-Mountain-Geschäftsführer Hans-Günter Börgmann.

Die größten Defizite machten die Autoren in der Pharmabranche aus. Dort würden nur in 30 Prozent der Fälle geistiges Eigentum und Betriebsgeheimnisse in die Informationsrisiko-Management-Pläne einbezogen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen sie für die übrigen untersuchten Branchen der Finanzdienstleistungen und Rechtswesen mit 35 und 38 Prozent. Etwas besser sah es in den Fertigungsbetrieben mit 49 Prozent aus und bei Versicherungen mit 57 Prozent.

Die Autoren der Studie empfehlen neben technischen Sicherungsmaßnahmen, auch die Mitarbeiter für das Thema Datensicherheit zu sensibilisieren, "denn Mitarbeiter stellen einen potenziellen Risikofaktor für vertrauliche Geschäftsinformationen dar".

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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