Datenstau
Superschleuse für das Web

Frankfurt soll zum größten Internetknoten der Welt werden. Das Unternehmen "De-Cix" versucht dafür mit neuer Technik mit der wachsenden Datenflut im World Wide Web mitzuhalten. Kein leichtes Unterfangen: Marktforscher warnen bereits jetzt vor dem großen Datenstau.

FRANKFURT. Frank Orlowski hat große Pläne. Der Manager des Frankfurter Internetknotens „De-Cix“ will sein Daten-Drehkreuz zum größten der Welt ausbauen. Dabei hat Orlowski vor allem die wachsenden osteuropäischen Volkswirtschaften im Blick. „Wir profitieren davon, dass Frankfurt am nächsten an Osteuropa liegt“, sagt der Manager. Schon heute seien russische Netze über De-Cix mit den großen Anbietern im Netz wie Google verbunden.

Der Internetknoten in der Stadt am Main ist bereits jetzt die am schnellsten wachsende Schaltstelle im World Wide Web und die wichtigste zwischen Zentral- und Osteuropa. Ein wachsender Teil des Internet-Verkehrs in Osteuropa und dem Nahen Osten läuft über die Vermittlungsstelle nach Westeuropa und in die USA.

Allein im vergangenen Jahr habe sich die Menge des durchgeleiteten Datenverkehrs am De-Cix verdreifacht, während sich diese an den anderen Übergabestellen der Welt nur verdoppelt habe, sagt Orlowski. Zu Spitzenzeiten wickelt der Frankfurter Knoten schon jetzt bis zu 350 Gigabit pro Sekunde ab.

Der De-Cix war ursprünglich ein Projekt von drei Internet-Service-Providern. 1995 übernahm der Verband der deutschen Internetwirtschaft (Eco) den Webknoten. 2007 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von Euro 4,5 Mill. Das Wachstum liegt bei 20 Prozent jährlich. Rund 250 Provider aus 30 Ländern tauschen hier ihre Daten aus. Die Preise für die Übertragung richten sich nach den Kapazitäten der angemieteten Datenleitungen.

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