Dynamische Websites
Streit um das Ende von PHP4

PHP ist die wohl populärste Web-Sprache für dynamische Internetseiten, die nicht aus statischen HTML-Dateien bestehen, sondern dynamisch auf Benutzereingaben reagieren. Der noch häufig eingesetzten Version 4 der Skriptsprache droht bald das Aus – doch dagegen formiert sich Widerstand in einem Teil der Open-Source-Szene.

HB FRANKFURT. Die Zeit für die überaus erfolgreiche Version 4 der Internet-Technik PHP läuft ab: Eine Countdown-Uhr zeigt an, dass mehrere prominente PHP-Projekte die Unterstützung dieser mehr als sieben Jahre alten Version zum Jahresende einstellen wollen. Auf diese Weise soll der von vielen Open-Source-Projekten hinausgezögerte Sprung zur Version 5 erzwungen werden, die auch bereits 2004 eingeführt wurde.

Die Entscheidung hat einige Diskussionen in der Open-Source-Szene ausgelöst. Vor allem die Verantwortlichen des Wordpress-Projekts wenden sich gegen die Entscheidung des PHP-Entwicklerteams. Die von den Entwicklern um PHP-Begründer Rasmus Lerdorf empfohlene Version 5 sei „ein völliger Flop“, kritisierte Matt Mullenweg von Wordpress. Er plädierte dafür, PHP4 unter einem anderen Namen wie „PHP lite“ zu erhalten.

Der Hauptgrund für die Schwierigkeiten liegt in der fehlenden Abwärtskompatibilität von PHP5. Viele mit PHP entwickete Content-Management-Systeme (CMS) wie Wordpress werden für Web-Sites genutzt, die zusammen mit anderen auf den Servern von Webhostern liegen. Diese verzichten aber lieber auf das Upgrade zu PHP5 als Web-Anwendungen zu gefährden, die mit PHP4 entwickelt wurden.

„Das ist ein Teufelskreis, der durchbrochen werden muss“, fordern die Teilnehmer der Initiative » GoPHP5, unter ihnen das CMS-Projekt Drupal und die Entwickler der Datenbankverwaltung phpMyAdmin. Aktuelle Statistiken zeigen, dass rund 80 Prozent aller mit PHP gestalteten Web-Sites immer noch die Version 4 einsetzen. Dabei basteln die Entwickler des Teams bereits fleißig an Version 6.

Diese soll PHP um die Unterstützung für den universellen Zeichensatz Unicode und um zusätzliche XML-Funktionen erweitern. Abgeschafft werden sollen dann auch endlich so lästige Einstellungen wie „register_globals“ und „safe_mode“, die bislang vor allem jenen Internet-Auftritten Probleme bereiten, die bei Webhostern wie 1&1 oder Strato eingerichtet sind.

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