E3 in Los Angeles
Neue Konsolen bringen Spannung auf die Spielemesse

Die Spielebranche trifft sich kommende Woche in Los Angeles wieder mit viel Show auf der Spielemesse E3. Für Spannung in Los Angeles dürften vor allem die schon angekündigten Konsolen Playstation 4 und Xbox One sorgen.
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Los AngelesLos Angeles bereitet sich auf Amerikas größte Computerspielemesse E3 vor. Drei Tage lang, vom 11. bis zum 13. Juni,  geht es auf dem Branchentreff um die Zukunft der digitalen Unterhaltung. Schwung bekommt die Messe in diesem Jahr durch die brandneuen Konsolen von Sony und Microsoft.

Beide Unternehmen dürften weitere Details ihrer Playstation 4 und der Xbox One vorstellen. Nach langer Wartezeit von mehr als sieben Jahren sollen sie noch in diesem Jahr in den Handel kommen. Spannend dürfte auch für viele Spielefans sein, welche Games-Titel für die Hightech-Spielzeuge in der Hollywood-Metropole zu sehen sein werden.

„Zu den spannenden Fragen in Los Angeles gehören: ‚Welche Spiele werden angekündigt?‘ und ‚Gibt es einen neuen Konsolenkrieg‘“, sagte Spieleexperte Stephan Freundorfer. Microsoft hatte vor kurzem erste Details seiner Xbox One vorgestellt. Demnach sollen die neue Konsolen als Entertainment-Maschine im Zentrum der Wohnzimmer-Unterhaltung Platz finden. „Die Xbox One ist der Startschuss für eine neue Ära für Spiele und Unterhaltung“, hatte Microsoft-Manager Oliver Kaltner erklärt.

Das Konzept verschreckt die Spielegemeinde

Die erste Ankündigung der Konsole war in der Spiele-Szene selbst aber nicht auf einhellige Freude gestoßen. Das Konzept könne die eingeschworene Spielegemeinde verschrecken, schätzt Freundorfer. „Der Hardcore-Spieler will kein Mediencenter.“ Microsoft habe die kleine, aber besonders treue Gemeinde der Viel-Spieler bereits bei der Ankündigung verärgert, als das Unternehmen bei der Präsentation ausschließlich auf TV-Inhalte setzte.

Am Freitag gab Microsoft nach langem Hin und Her weitere Details bekannt und dürfte damit für gehörigen Zündstoff auf der Messe sorgen. Die Xbox One erfordert nun tatsächlich eine permanente Internet-Verbindung, Spiele lassen sich allenfalls 24 Stunden offline spielen. Die Konsole soll zudem erkennen können, ob der Nutzer ein neu gekauftes oder ein Second-Hand-Spiel nutzt - oder einen vom Freund geliehenen Titel. Die Daten dürften umgehend an die Hersteller gehen.

Diese Features dürften selbst für den entspanntesten Hardcore-Spieler ein abschreckendes Szenario sein. „Die Spieler wollen sich freiwillig entscheiden können, ob sie ins Internet gehen oder nicht“, sagte Freundorfer. Offen bleibt nun, ob auch Sony ähnliche Funktionen etwa zur Reglementierung von gebrauchter Software für die PS4 plant. „Wenn ja, könnte Nintendo der lachende Dritte sein - als einzig verbliebener klassischer Konsolenhersteller“, schätzt Freundorfer

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  • Als Unternehmen kann man sich zwischen dem Angebot Spiele als Download oder auf einem Datenträger anzubieten entscheiden. Im ersten Fall wird das Spiel dann an einen Account gebunden, im anderen Fall an den Datenträger. Vielleicht möchte man seinen Kunden zudem noch ermöglichen, seine Spiele und Spielstände in der Cloud zu verwalten. Der Vorteil für den Kunden besteht hier z.B. darin, seine Spiele auf jeder beliebigen Konsole mit dem aktuellen Spielstand weiterzuspielen, ohne den Datenträger dabei zu haben. Eine Accountbindung ist für dieses Angebot auf jeden Fall Voraussetzung, da sonst z.B. ein entliehener Datenträger ausreichen würde, ein Spiel auch über die Verleihfrist hinaus zu spielen.

    Außerdem ist davon auszugehen, dass physische Datenträger mehr und mehr an Bedeutung verlieren und die Kunden aus Bequemlichkeitsgründen verstärkt zu Downloadangeboten greifen werden.

    Mit anderen Worten: Um von den Möglichkeiten, die ein Download- und Cloud-Angebot bietet sinnvoll auszunutzen, können hochwertige Vollpreisspiele zukünftig eigentlich nicht ohne Accountbindung vertrieben werden. Der Nachteil für den Kunden ist dann, dass man das Spiel nicht mehr wie füher verkaufen kann, da der Datenträger seine Bedeutung als Beweis des Nutzungsrechts verloren hat.

  • Die Schafe kaufen weiterhin beim Metzger ein :-( Ich frag mich wie dumm man sein muß, sich Spielekonsolen zu kaufen, deren Spiele man ohne Onlineverbindung nicht spielen kann. Die man nicht mehr wie andere Spiele verkaufen kann. Sich ausspionieren lässt. Und dafür auch noch zahlt!

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