Entwicklungspartnerschaft
Sun, Siemens und Fujitsu kooperieren

Sun Microsystems, Siemens und Fujitsu wollen gemeinsam die nächste Generation von Computern auf der Grundlage von SPARC-Prozessoren und dem Unix-Betriebssystem Solaris entwickeln.

HB MENLO PARK. Der Chef Technology Officer (CTO) von Fujitsu Siemens in Deutschland, Joseph Reger, sagte am Dienstag, damit könnten die drei Firmen stärker gegenüber ihren beiden größten Rivalen im Bereich der Unix-Systeme auftreten - Hewlett-Packard (HP) und IBM. „Dies ist kein Joint Venture“, sagte Reger. „Dies ist ein gemeinsames Vorgehen bei der Entwicklung und dem Marketing, um die Sache von Solaris zu stärken.“ Sun und Fujitsu wollen bis Mitte 2006 ihre entsprechenden Produktlinien als „Advanced Product Line“ (APL) zusammenführen.

Sun-Chef Scott McNealy sagte, die Firmen würden ihre Forschung und Entwicklung zusammenlegen. Die Rechner selbst würden jedoch weiterhin unter den jeweiligen Firmennamen verkauft. Ein Sprecher von Fujitsu sagte in Tokio, durch die Zusammenarbeit würden die Kosten vermutlich halbiert. „Um bei Unix Klassenbester zu sein, mussten wir etwas mit Solaris und SPARC machen, denn auf dem Markt wurde deren Überlebensfähigkeit in Frage gestellt“, sagte Reger.

Fujitsu verkauft in einem Joint Venture mit Siemens Server mit SPARC-Chips sowie Großrechner und Computer mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows. Das Gemeinschaftsunternehmen ist einer der größten Computerhersteller Europas. Fujitsu und Sun kooperieren seit Jahren. Im Markt für Server mit Betriebssystemen der Unix- Familie - zu dem Solaris, aber nicht Windows gehört - führt HP mit 31 % knapp vor Sun mit 28 %. IBM liegt an dritter Stelle mit 25 % des Markts im ersten Quartal.

In den vergangenen Jahren ist Sun durch Systeme auf der Grundlage des frei verfügbaren und mit Unix verwandten Betriebssystems Linux und Intel-Prozessoren unter Druck geraten. Während IBM und HP sich im großen Stil bei Linux engagieren, konzentriert sich Sun weiter auf Unix.

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