Exklusive Studie
Renditestarke Unternehmen investieren mehr in die IT

Eine Handelsblatt-Studie zeigt: Unternehmen, die eine im Branchendurchschnitt höhere Rendite erzielen, investieren mehr in ihre Informations-Technologie als andere Firmen. Dabei setzen sie immer stärker auf externe IT-Dienstleistungen.

HANNOVER. Das ist das Ergebnis der aktuellen IT-Studie, die das Handelsblatt und die Unternehmer Droege & Comp. -Beratung heute auf der Cebit präsentieren.

Danach investieren Unternehmen, deren Rendite um fünf bis zehn Prozent über dem jeweiligen Industriedurchschnitt liegt, 3,4 Prozent mehr in ihre IT als die übrigen Firmen. "Das Ergebnis zeigt, wie wichtig Informations-Technologie ungeachtet aller Debatten über ihre Bedeutung immer noch für den geschäftlichen Erfolg ist", sagt Torsten Frankenberger, Partner bei Droege & Comp.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage unter den IT-Managern in 359 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Die Präsenz des neuen Betriebssystems Vista von Microsoft ist noch bescheiden. Nur rund ein Prozent der befragten Unternehmen setzt Vista ein. Bis zum Jahr 2011 wird dieser Anteil auf 14 Prozent steigen. Dennoch zeigte sich Microsoft-Chef Steve Ballmer in Hannover zuversichtlich. "Vista dauert in den Unternehmen länger. Die Firmen merken aber jetzt, dass ihre Mitarbeiter zu Hause Vista bereits nutzen", sagte er.

Unter dem Strich ist die Dominanz von Microsoft auf den Tischrechnern und in den Rechenzentren ungebrochen. Daran kann auch die kleine Renaissance der quelloffenen Linux-Lösung nichts ändern. Nach einer Stagnation im Vorjahr gehen die befragten IT-Manager davon aus, dass der Anteil von Linux in den Rechenzentren bis 2011 von 13 Prozent auf 19 Prozent steigen wird.

Die Unternehmen setzen laut der Droege-Studie in Sachen IT immer stärker auf externe Dienstleistungen. Dies gilt vor allem für die Entwicklung von Anwendungen, also speziell geschriebenen Computerprogrammen. Bereits 44 Prozent lassen diese Anwendungen jenseits der Firmengrenzen erstellen. Bis zum Jahr 2011 wird dieser Anteil auf 46 Prozent steigen.

In der Investitionsplanung steht bei den meisten Firmen die IT-Infrastruktur oben auf der Agenda. Unter anderem ist in den Rechenzentren das große Aufräumen angesagt. Die Konsolidierung der IT-Infrastruktur ist für die meisten der Befragten der wichtigste Stellhebel, um die IT-Kosten weiter zu senken.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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