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Falk verteidigt sich vor Gericht gegen Betrugsvorwurf

Der angeklagte Internet-Unternehmer Alexander Falk hat erstmals vor Gericht das Wort ergriffen und sich entschieden gegen den Vorwurf des Betrugs zur Wehr gesetzt.

dpa HAMBURG. Der angeklagte Internet-Unternehmer Alexander Falk hat erstmals vor Gericht das Wort ergriffen und sich entschieden gegen den Vorwurf des Betrugs zur Wehr gesetzt.

Unter Berufung auf ein Gutachten des Regensburger Wirtschaftsprofessors Jochen Drukarczyk erklärte Falk am Donnerstag in Hamburg, er habe weder Umsätze manipuliert noch den Käufer Energis beim Verkauf seiner früheren Firma Ision getäuscht. Die Staatsanwaltschaft werde den Vorwurf eines überhöhten Kaufpreises nicht aufrecht erhalten können.

Falk galt einst als Börsenstar, hatte mit dem Geld aus dem Verlagsverkauf ein verschachteltes Netz von Firmen geschaffen. Doch im Sommer letzten Jahres endete der atemberaubende Aufstieg des smart wirkenden Managers mit einem jähen Abstieg in die Gefängniszelle. Vergeblich haben seine Anwälte seither durch mehrere Instanzen versucht, ihren Mandanten frei zu bekommen.

Es ist ein Verfahren der Superlative, das sich wohl mindestens bis Mitte nächsten Jahres hinziehen wird. Mit einer Akte von rund 700 Seiten und rund 76 geladenen Zeugen handelt es sich nicht nur um den größten Wirtschaftsprozess, den Hamburg je erlebt hat. Es ist auch eines der letzten großen Verfahren, der sich mit der geplatzten Blase namens Neuer Markt beschäftigt.

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