Festnetz und Mobilfunk werden verzahnt
Deutsche Telekom schlägt zurück

Die Konkurrenz der Deutschen Telekom hat mit günstigen Mobilfunk- und DSL-Angeboten in den vergangenen Wochen den Markt aufgemischt. Zur IFA legt der Branchenriese nach und präsentiert zahlreiche Neuerungen. Außerdem werden Milliarden ins Glasfasernetz gesteckt.

HB BERLIN. Die Telekom will Festnetz und Mobilfunk enger miteinander verzahnen. Mit einem integrierten Festnetz-Handy wolle T-Com die Vorteile der beiden Netze in einem Gerät vereinen, teilte die Telekom am Donnerstag in Berlin vor Beginn der Internationalen Funkausstellung (IFA) mit.

Mit dem integrierten Festnetz-Handy können die Kunden zuhause über das Festnetz telefonieren und unterwegs über das Mobilfunknetz. Dank "Mobile home" sei der Kunde zuhause zu Festnetzpreisen erreichbar und könne zu diesen Preisen in das deutsche Festnetz telefonieren. Möglich wird dies der Telekom zufolge im Radius von zwei Kilometern um die eigenen vier Wände. "Das Fetznetz weitet seine Nutzungsmöglichkeiten erheblich aus, wird mobil, und das mit einer Nummer, einer Rechnung und einem Ansprechpartner", hieß es. Die Telekom will das Gerät im zweiten Quartal kommenden Jahres auf den Markt bringen.

Zudem kündigte der ehemalige Monopolist an im Herbst eine Flatrate für das Festnetz auf den Markt zu bringen. Sie soll 24 Euro monatlich zusätzlich kosten, teilte der Konzern am Donnerstag in Berlin mit. In Summe kostet die Flatrate dann inklusive Anschlussgebühr 40 Euro im Monat.

Das Angebot der Mobilfunksparte T-Mobile wird parallel um mobiles Fernsehen für UMTS-Handys erweitert. Neben n-tv gebe es zwei weitere Programme aus dem Sport- und Kinobereich, teilte der Konzern mit. Die Zahl der Programme solle später zweistellig werden. In der Einführungsphase bis Ende März 2006 ist der Empfang noch kostenlos. Alle im Weihnachtsgeschäft angebotenen UMTS-Geräte werden der Telekom zufolge das so genannte mobile TV-Streaming beherrschen.

Mit den neuen Angeboten will die Telekom den Umsatzrückgang in ihrer Festnetzsparte ausgleichen. Neben alternativen Anbietern wie Arcor oder Colt setzen die Mobilfunkkonzerne Vodafone, E-Plus und O2 dem Bonner Unternehmen zu, denn die Kunden greifen immer häufiger zum Handy statt zum Festnetz-Telefon. Durch die zunehmende Einführung von Internet-Telefonie verschärft sich der Wettbewerbsdruck zusätzlich.

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