Fraunhofer-Institut stellt neue Leinwand vor
Pixelwunder im Großformat

Das Fraunhofer für Graphische Datenverarbeitung-Institut (IGD) hat in Darmstadt eine Großleinwand mit weltweit einzigartiger Auflösung vorgestellt.

HB DARMSTADT. Die "HEyeWall" zählt auf einer Fläche von 4,8 mal 2,4 Metern mehr als 18 Mill. Bildpunkte (Pixel) - mehr als 20 Mal so viel wie ein Standard-Computermonitor. "Das ist neun Mal mehr als bei herkömmlichen Großleinwänden", sagte Projektleiter Christian Knöpfle am Mittwoch. Dadurch werde eine hohe Detailgenauigkeit erreicht, die vor allem beim Planen von Autos und Gebäuden am Computer notwendig sei.

Knöpfle rechnet mit einer jährlichen Nachfrage von bis zu 20 solcher Leinwände weltweit. Der Stückpreis liege zwischen 500 000 und 1 Million Euro.

Der Trick der "HEyeWall": Das Originalbild wird vom Computer zerlegt und von mehreren Projektoren aufgebaut, die hinter der Leinwand auf einem Gerüst stehen. Für die Standardgröße werden 24 Projektoren benötigt. Ein speziell entwickeltes Programm sorgt für einen fließenden Übergang. "Hier gab es in der Vergangenheit immer lästige schwarze oder weiße Streifen", erläuterte Knöpfle.

"Der Vorteil ist, dass sich die Maße fast beliebig vergrößern lassen", erklärte der Projektleiter. So sei es durchaus denkbar, auf einer 30 Quadratmeter großen Leinwand gestochen scharfe Bilder etwa aus dem Weltraum detailgetreu abzubilden. "Bei der herkömmlichen Technik verschwimmen die kleinen Sterne zu einem hellen Fleck."

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