Geschäftsreisende sollen auf die Schiene gelockt werden
Bahn strebt ins Internet-Zeitalter

Bisher funktioniert in den Zügen der Bahn noch nicht einmal das Handy-Telefonieren problemlos - Bahnchef Hartmut Mehdorn aber setzt schon an zum Sprung ins schnelle, drahtlose Internet-Zeitalter. Von 2006 an sollen Fahrgäste in allen ICE-Zügen mit ihren Laptops schnell und drahtlos im Internet surfen können. Allerdings nur, falls ein Pilotversuch von Herbst an erfolgreich ist.

dpa HANNOVER. Mit seiner am Freitag auf der Cebit vorgestellten Internet-Offensive will Mehdorn vor allem Geschäftsreisende von der Straße und dem Flieger auf die Schiene holen - die Fernverkehrs-Sparte schreibt immer noch rote Zahlen.

Die Konkurrenz am Himmel allerdings ist schon wesentlich weiter: Bereits im vergangenen Jahr startete das so genannte Connexion-System des US-Flugzeugherstellers Boeing für das „fliegende Internet“. Viele Fluggesellschaften haben das System, das ebenfalls den drahtlosen Zugang ins Internet ermöglicht, bereits in ihre Flieger eingebaut. So läuft Connexion bei Lufthansa, All Nippon Airways und JAL inzwischen im Serienbetrieb.

„Internet im Flugzeug wird sich zum Standard entwickeln - wir sind nur noch beim Zeitraum etwas unsicher“, sagt Connexion- Verkaufsdirektor Stan Deal. Der US-Konzern hat bei Internet- Technologie weltweit die Nase vorn. Bis zum Jahr 2012, beschreibt Connexion-Manager Ulrich Flamm auf der Cebit, sollen mehrere Tausend Verkehrsflugzeuge das System an Bord haben.

Die Lufthansa zum Beispiel rüstet bis 2006 ihre gesamte Langstreckenflotte mit Connexion-Systemen aus - ganz gleich ob Boeing 747 oder Airbus. Derzeit ist für rund 40 Prozent der Langstrecken- Sitzplätze das System schon verfügbar.

Die Fluggesellschaften haben beim Internet-Zugang im Vergleich zur Bahn einen großen Vorteil: Der Datentransfer per Satellit zu Flugzeugen ist vergleichsweise einfach - Flieger fahren nämlich nicht durch Tunnel oder in eng zugebaute Innenstädte.

Von einer anspruchsvollen technischen Herausforderung, bei Bahn- Tempo 300 sowie etwa in Tunnels einen drahtlosen Internet-Zugang zur Verfügung zu stellen, sprach denn auch Kai-Uwe Ricke, Vorstandschef der Deutschen Telekom, auf der Cebit in Hannover. Die Telekom ist Partner der Bahn bei dem Internet-Projekt namens „Railnet“.

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