Geschäftssoftware
Politik der kleinen Schritte

Eine breite Palette an Funktionen kommt bei Kunden gut an. Microsoft bemerkt dies an dem Interesse an der jüngsten Version seiner Firmensoftware Dynamics AX. Mit einer Reihe von Neuerungen bringen sich die Anbieter von Geschäftssoftware in Stellung.

DÜSSELDORF. Leicht ist es nicht, bei der Entwicklung des Geschäftssoftwareanbieters Infor den Überblick zu behalten. Finanz-, Budget-, Planungs- und Business-Intelligence-Software bietet er an - und selbstverständlich auch ein Programm zur betriebswirtschaftlichen Unternehmenssteuerung, dem Enterprise Resource Planning (ERP). Die breite Produktpalette hat Infor geholfen, einen Raketenstart hinzulegen, der Platzhirschen wie SAP oder Microsoft einen gehörigen Schrecken eingejagt hat. Ursprünglich begann Infor als Spezialanbieter für Programme, mit denen Maschinen in den Werkhallen der Automobilindustrie gesteuert wurden. Seit zwei Jahren ist die Firma, die einer amerikanischen Private Equity-Investorengesellschaft gehört, auf Einkaufstour. In rascher Folge erwarb man mit Extensity, Systems Union und SSA Global mehrere Anbieter von Software für Finanzanalyse und Warenwirtschaft.

Eine breite Palette an Funktionen kommt bei Kunden gut an. Microsoft bemerkt dies an dem Interesse an der jüngsten Version seiner Firmensoftware Dynamics AX. Unter der Oberfläche arbeitet im Kern die Axapta-Software des 2002 akquirierten Business-Software-Spezialisten Navision. Nach wie vor finden Anwender für Produktionsplanung oder Vertriebssteuerung vertraute Elemente wie die Anzeige strukturierter und unstrukturierter Daten über ein einheitliches Portal und Business-Intelligence-Funktionen (BI). Neu ist die noch engere Verzahnung mit Office 2003 und den Windows-Serversystemen. Auch den Umgang mit Daten aus RFID-Chips hat die Software inzwischen gelernt.

Für immer mehr Unternehmen ist aber vor allem die völlige Transparenz interessant, die die Echtzeitverknüpfung zwischen Produktions- und ERP-Systemen verspricht, wie sie Infor anbietet. Hier muss Microsoft bislang passen. SAP dagegen hat diesen Trend aufgegriffen: 2005 kauften die Walldorfer die amerikanische Lighthammer Software Development Corporation auf - und entwickelten deren Integrationssoftware weiter, um die beiden bislang getrennten IT-Welten Produktion und Abrechnung miteinander zu verknüpfen. Das Ergebnis nennt sich xMII. 15 Monate nach der Übernahme kann SAP in der Fertigungsindustrie 300 Installationen dieser Integrationslösung vorweisen.

Doch SAP hat sich entschieden, die Offensive des Konkurrenten nicht nur auf der Produktebene zu kontern. Denn der rasche Wandel der Branche ist nicht allen Anwendern geheuer. Viele mittelgroße Betriebe sind traditionell geprägt - der Faktor Verlässlichkeit ist bei ihren Entscheidungen wichtiger als die technische Innovation. Auf diese Kunden zielt eine Erweiterung des Safe-Passage-Programm von SAP ab. Frustrierten Anwendern von aufgekauften Unternehmen wie Peoplesoft erleichtert es durch gute Preise und technische Migrationslösungen den Wechsel auf SAP-Software.

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