Geschichte des Internets
20 Jahre World Wide Web: Zum Anfang dröge Worte

Alles beginnt mit einem Vorschlag des Physikers Tim Berners-Lee, wie das Wissen der Angestellten am Genfer Forschungszentrum Cern konserviert werden könnte. Aus der Idee entsteht wenig später ein System namens „World Wide Web“. URL, Hyperlinks und HTML haben seither die Welt verändert – in einem Umfang, den sich nicht einmal sein Erfinder vorstellen konnte. Eine kurze Geschichte des „www“.

DÜSSELDORF. Langweiliger kann eine Revolution nicht beginnen: „Dieser Vorschlag betrifft das Management genereller Informationen über Beschleuniger und Experimente am Cern. Es diskutiert die Probleme des Verlustes von Informationen über komplexe, sich entwickelnde Systeme und leitet eine Lösung ab, basierend auf einem verteilten Hypertext-System.“

Dröge Worte, bahnbrechende Worte. Zu finden sind sie in einem Papier, das der britische Physiker Tim Berners-Lee am 13. März 1989, vor genau 20 Jahren, seinen Vorgesetzten abliefert. Am Genfer Elementarteilchen-Forschungszentrum Cern arbeitet er, eine renommierte Institution, die geplagt ist, von ständigen Personalwechseln. Immer, wenn einer der Forscher geht, geht mit ihm ein Teil seines Wissens. Berners-Lee soll eine Lösung dagegen finden.

Seine Idee: Jedes in den Cern-Computern gespeicherte Dokument bekommt eine eindeutige Adresse. Berners-Lee nennt sie „Uniform Ressource Locator“, kurz: URL. In den Texten sind bestimmte Worte unterstrichen – hinter ihnen verbergen sich Hyperlinks. Wer diese anklickt, kommt zu einem Dokument, das jenes unterstrichene Wort weiter erläutert. Damit das funktioniert, entwirft der damals 33-Jährige eine Programmiersprache, die „Hypertext Markup Language“ HTML. Weihnachten 1990 geht die erste Seite dieses „World Wide Web“ getauften Systems ans Netz. URL, Hyperlinks und HTML werden bald darauf die Welt verändern.

Das Internet hat Berners-Lee damit nicht erfunden – das gab es schon vorher. Seit den 60er-Jahren basteln Wissenschaftler und Militärs an einer Vernetzung von Computern. Das so entstehende Netz ist seit den 80ern auch an deutschen Unis erreichbar. Nur: Es ist ein krudes Sammelsurium aus Diskussionsforen und Dokumenten, Bilder gibt es ohnehin nicht.

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