Googles Chromebook im Test
Browser statt Windows

Ein Notebook, das fast vollständig von einer Internetverbindung abhängig ist? Das Samsung Series 5 Chromebook mit Googles Chrome OS im Praxistest. 
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BerlinMit Samsungs Series 5 Chromebook steht eines der ersten Notebooks in den Läden, die mit Googles Chrome OS ausgeliefert werden. Das 12-Zoll-Notebook ist mit einem typischen Netbook-Innenleben ausgestattet und vor allem von einer guten Netzwerkverbindung abhängig. Im Test haben wir uns angeschaut, wie das Konzept eines Immer-online-Notebooks mit Webanwendungen in der Praxis mittlerweile funktioniert. Immerhin arbeitet Google schon seit Jahren an seinem Browserbetriebssystem.

Bestimmte Komponenten fallen bei einem Onlinegerät wie dem Chromebook einfach weg. Üppigen Festplattenspeicher gibt es nicht, die interne SSD fasst nur 16 GByte. Zusätzlicher Speicherplatz kann über den SD-Kartenschacht hinzugefügt werden. Technische Details verbirgt Chrome OS so weit es geht. Als Prozessor kommt in Samsungs Gerät Intels Atom N570 zum Einsatz. Die CPU bietet zwei Kerne à 1,66 GHz sowie Hyperthreading und kann auf 2 GByte RAM zurückgreifen. Um die Grafik kümmert sich Intels integrierter Grafikchip GMA 3150.

Für die Netbookhardware des Chromebooks erstaunlich ist das verbaute WLAN-Modul. Es unterstützt 802.11a/n (5 GHz) und 802.11b/g/n (2,4 GHz). Einen Ethernet-Anschluss hat das Chromebook nicht. Dafür gibt es ein optionales 3G-Modem.

Display auch bei Sonnenlicht nutzbar

Der 12-Zoll-Bildschirm hat eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln und ist matt - auch nicht unbedingt Standard in dieser Preisklasse - und erreicht laut Samsung eine Helligkeit von 300 Candela pro Quadratmeter. Wir können zumindest bestätigen, dass sich das Chromebook auch im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung gut nutzen lässt. Bei Bedarf kann der Anwender die Displaybeleuchtung auch komplett abschalten. Wenn die Sonne im richtigen Winkel auf das matte Display trifft, hat der Nutzer ein recht klares Bild vor sich. Es ist allerdings grünstichig, so dass es sich in vielen Fällen lohnt, trotz strahlender Sonne die Displaybeleuchtung hinzuzuschalten. Der Lichtsensor sorgt dafür, dass das Display immer eine passende Helligkeit hat. Die automatische Helligkeitsumstellung ist mitunter etwas hektisch, aber gerade noch im akzeptablen Bereich.

Verbaut wurde ein TN-Panel, das einen vergleichsweise großzügigen Einblicksbereich bietet. Wer von oben in steilen Winkeln darauf schaut, muss aber mit invertierten Farben rechnen.

Per USB können beispielsweise Datenträger angeschlossen werden. Hinzu kommt der schon erwähnte SD-Kartenschacht. Wird ein Datenträger eingesteckt, erscheint automatisch ein Tab im Browser. Diese Anzeige ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn sie ähnelt der von FTP-Servern in Browsern und nicht der eines gewöhnlichen Dateimanagers. Dementsprechend hakelig ist das Hantieren mit Dateien. Das Bewegen von lokalen Dateien auf einen Datenträger ist beispielsweise nicht vorgesehen. Für die Screenshots mussten wir diese erst in den Google-Dienst Picasa hochladen, um anschließend auf einem anderen Rechner sie zu bearbeiten. Verwundert hat uns, dass es uns nicht gelingen wollte, ein Google Nexus One mit dem Chromebook zu verbinden. Chrome OS meldet zwar den Scan eines Datenträgers, zeigte aber nichts weiter an, obwohl sich das Smartphone als Wechseldatenträger meldet.

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