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Fastweb startet Aufholjagd in Italien

In den italienischen Internet-Markt kommt Bewegung. Der vor sechs Jahren gegründete Anbieter Fastweb macht dem Ex-Monopolisten Telecom Italia immer mehr zu schaffen. Seit August hat der Newcomer mit Sitz in Mailand das zweitgrößte Telefonnetz in Italien und erreicht insgesamt sieben Millionen Haushalte des Landes.

MAILAND. „Wir fühlen uns schon ein bisschen wie David gegen Goliath“, sagt Fastweb-Vorstandschef Stefano Parisi in einem Gespräch mit dem Handelsblatt, „aber der David wächst und investiert“. Er will bis 2010 drei Mrd. Euro investieren und 2,2 Millionen Kunden erreichen. Im kommenden Jahr soll das Unternehmen ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen und ab 2007 profitabel arbeiten. „Wir erwarten, dass die dominante Position von Telecom Italia unter Druck kommt“, schreibt die Merrill Lynch-Analystin Naomi O’Brien.

Fastweb schnürt ein Paket, das neben einem schnellen Internetanschluss mit sechs Megabit pro Sekunde auch Telefon und Fernsehen per Internet-Protokoll bietet. Die Kunden können gegen Bezahlung auch Fußballspiele sehen und haben Zugriff auf die Fastweb-Videothek. Das Unternehmen ist weltweit einer der ersten Anbieter dieser Technologie. Mit knapp 650 000 Kunden liegt Fastweb zwar noch weiter hinter Telecom Italia, die im ersten Halbjahr in Italien 4,6 Millionen Breitband-Kunden hatte und hinter Tiscali mit 1,4 Millionen Kunden. Den Konkurrenten Wind haben die Mailänder aber bereits hinter sich gelassen.

Die Aussichten für Wachstum sind gut. „Wir sehen Italien als einen der am schnellsten wachsenden europäischen Breitband-Märkte“, schreibt die Investmentbank Merrill Lynch in einer Studie. Da Fastweb schon heute in den Märkten, wo das Unternehmen seine Kabel verlegt hat, 20 Prozent Marktanteil hat, rechnet Merrill in vier bis fünf Jahren mit 1,5 Millionen Kunden.

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