Gute Bilanz 2005
Fujitsu-Siemens hat große Pläne

Der deutsche Computerhersteller Fujitsu-Siemens hat das vergangene Jahr gut abgeschlossen. Nun will er weiter wachsen, nicht zuletzt durch die Übernahme der Computerwartung von Mutter Siemens.

HB HANNOVER. Konzernchef Bernd Bischoff zeigte sich am Donnerstag auf der Technologiemesse Cebit in Hannover mit dem im März endenden Geschäftsjahr 2005/2006 zufrieden. Mit einem Ergebnis vor Steuern von 120 Mill. Euro werde voraussichtlich ein Rekordgewinn verzeichnet. Damit werde der Vorsteuergewinn um 27 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Der Umsatz soll um zwölf Prozent auf 6,7 Mrd. Euro wachsen. Nach einem guten Weihnachtsgeschäft hatte Bischoff einen mindestens zehnprozentigen Umsatzzuwachs in Aussicht gestellt.

"Das Geschäftsjahr 2005 war ein großartiges Jahr für unser Unternehmen", sagte Bischoff. "Wir haben alle Ziele erreicht." Alle Vertriebsregionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika hätten zugelegt, alle Produktlinien hätten sich besser verkauft. Überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete Fujitsu Siemens mit tragbaren Computern für Privat- und Geschäftskunden.

Das Unternehmen gehört jeweils zur Hälfte zu Siemens und zum japanischen Elektronik-Konzern Fujitsu. Der Computerhersteller verstärkt sich gerade, indem er den Bereich Computerwartung vom defizitären Siemens-IT-Dienstleister SBS mit Wirkung zum 1. April übernimmt. Ziel ist es, Herstellung und Wartung von Rechnern aus einer Hand anzubieten. Die bereits von SBS begonnene Restrukturierung will Bischoff fortsetzen. "Wir können das schneller machen", sagte der Konzernchef. Am Donnerstag hatten Äußerungen Bischoffs für Verwirrung und Sorge in der Belegschaft gesorgt, in der er von einem Arbeitsplatzabbau sprach. Damit, so stellte das Unternehmen klar, seien aber keine neuerlichen Streichungen gemeint. Es handele sich um bereits bekannte Sparmaßnahmen.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnet der Vorstandschef mit weitere Zuwächsen und einer Belebung des zuletzt stagnierenden deutschen Marktes, wo Fujitsu Siemens mit 22 Prozent Marktanteil der führende Anbieter ist. "Wir wollen fünf Prozent schneller als der Markt insgesamt wachsen", sagte Bischoff. In Deutschland hält er einen Zuwachs des Marktes um zwei bis drei Prozent für möglich. Die Gewinnmarge werde ohne Berücksichtigung der Kosten für die Sanierung und die Verluste der Sparte Computerwartung auf mindestens zwei Prozent von voraussichtlich 1,8 Prozent in diesem Jahr steigen. Der Preisdruck werde anhalten. "Die Preise werden jedes Jahr um zehn Prozent sinken, bei Notebooks sogar noch stärker", sagte der Manager.

Im Geschäftsjahr 2007/08 will Fujitsu Siemens über die Umsatzmarke von 10 Mrd. Euro springen. Die auf den Gewinn vor Steuern bezogene Marge werde dann bei 2,5 Prozent liegen, prognostizierte er. Früheren Angaben zufolge will Fujitsu Siemens in Europa bis 2008 einen Marktanteil von 12 Prozent erreichen. Die Hauptkonkurrenten sind Dell, Hewlett-Packard oder Acer. Fujitsu Siemens ist in rund 30 Ländern mit eigenen Töchtern vertreten.

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