Handel mit Waffen und Drogen
Gekauft im Darknet, verschickt über DHL

PremiumBei der Versendung illegaler Waren müssen Kriminelle innerhalb des EU-Binnenmarkts kaum Kontrollen fürchten. Eine besondere Rolle dabei spielen Packstationen. Diese können auch für Unbeteiligte zum Problem werden.

Bei der Aufschrift „Metallformteile – Wert 100 Euro“ stutzen die Zollbeamten am Frankfurter Flughafen. Sie öffnen das Paket aus Norwegen mit der dubios erscheinenden Zollinhaltserklärung. Zum Vorschein kommen zwei Schalldämpfer. Die weiteren Ermittlungen führen zu einem 39-jährigen Dachdecker aus Dessau, der im Keller seines Elternhauses ein Arsenal illegaler Waffen angelegt hatte, inklusive einer Maschinenpistole und mehr als 500 Schuss Munition.

3,6 Kilogramm Heroin, versteckt in einer Lieferung zahnmedizinischer Geräte, 400 Gramm Kokain, verpackt in Teebeuteln: Es sind solche, mitunter kuriosen Zufallsfunde in der Paketabfertigung an Flughäfen, die Ermittler auf die Spur von Kriminellen bringen. Viele Zollbeamte in Frankfurt sind bereits...

 
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