Hauptkabel repariert
Telekom beendet "Sendepause" in Haselhorn

Nach knapp zwei Wochen Sendepause haben die Einwohner des ländlichen Örtchens Haselhorn in Niedersachsen seit Donnerstag wieder Telefon und Internet.

dpa HASELHORN/HAIGER. Techniker der Telekom reparierten ein defektes Hauptkabel unter der Erde, in das am Pfingstsamstag der Blitz eingeschlagen war. Danach prüften die Experten jeden einzelnen Anschluss in dem 300-Einwohner-Dorf im Kreis Nienburg. „Ein Großteil der Anschlüsse funktioniert wieder“, sagte eine Sprecherin der Telekom in Hamburg. Am Freitag sollte noch ein Service-Techniker in Haselhorn einzelne defekte Telefondosen und -anlagen reparieren. Im westhessischen Haiger ist am Donnerstag das gesamte Telefonnetz zusammengebrochen.

Wegen des Streiks beim Telekom-Konzern mussten die Haselhorner so lange ohne Anschluss ans Telefon, Internet und Fax auskommen. Gastwirt Lothar Gräper hatte sich beklagt, keiner kümmere sich; immer wieder seien sie bei Beschwerde-Anrufen vertröstet worden. Die Bürger baten sogar einen Landtagsabgeordneten um Hilfe.

„Die Techniker, die vor Ort für das Telefonnetz verantwortlich gewesen wären, streiken seit Wochen“, sagte die Telekom-Sprecherin. Je länger der Streik dauere, desto größer würden auch die Auswirkungen. Nach Haselhorn seien jetzt Techniker aus Bremen gereist, um den Menschen wieder zu einem Anschluss an die modernen Kommunikationsstränge zu verhelfen.

Gastwirt Gräper konnte dem Malheur auch seine guten Seiten abgewinnen. „Die Leute waren wieder mehr auf den Straßen unterwegs und kommunizierten dort. Das war natürlich auch für uns gut“, meinte er. Allerdings sei sein Geschäft mit den Außer-Haus-Bestellungen zum Erliegen gekommen.

Auch Unternehmer Heinfried Gieseking, der eine Sandgrube betreibt, gingen etliche Aufträge durch die Lappen. Den Schaden konnte er am Donnerstag noch nicht beziffern. Allzu aufgebracht war er aber auch nicht mehr: „Es ist ärgerlich. Aber es ist nicht so, dass wir nun Pleite gehen. So schlimm ist es nicht.“

Im westhessischen Haiger ging am Donnerstag telefonisch nichts mehr. Etwa 5 000 Menschen in der Kleinstadt waren stundenlang auch per Handy nicht zu erreichen. Der Polizeinotruf und die Feuerwehren waren ebenfalls betroffen, teilte die Polizei in Gießen mit. Vor den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren wurden Stützpunkte aufgebaut, die per Funk Notrufe weiterleiten können. Ursache für die Störung war offenbar ein Hauptkabel, das bei Baggerarbeiten durchtrennt wurde.

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