IBM als Konkurrent
Microsoft buhlt um Geschäftskunden

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft wirbt verstärkt um Geschäftskunden. Eine 500 Millionen Dollar teure Marketing-Kampagne soll dabei im kommenden Jahr helfen.

HB NEW YORK. Damit setzt das Unternehmen seinen traditionellen Kurs fort, der vor allem auf Desktop-gestützter Software beruht, während eine Konkurrenten auf Web-basierte Lösungen setzten. „Die Menschen schauen auf Microsoft und sie schauen auf IBM“, wenn es um die Führung im Bereich der Unternehmenslösungen gehe, erklärte Microsoft-Chef Steve Ballmer. „Sie sind der Konkurrent.“

Microsoft steht zwar in einigen Bereichen im Wettbewerb mit IBM, tatsächlich gehe es aber um einen grundsätzlicheren Konflikt zur Zukunft der Software, sagt der Analyst David Cearly vom Beratungsunternehmen Gartner. IBM setzt auf Web-basierte Lösungen, die zum Teil auch Open Source sind, das heißt, für jedermann einsehbar und einsetzbar. Profitieren will IBM vor allem im Bereich Service und Beratung, einem der schon jetzt wichtigsten Firmenbereiche.

Microsoft setzt weiter auf seine eigene Software, deren Programmcode geschützt ist, als Motor der Entwicklung. Das sind vor allem die Windows-Betriebssysteme und das Büroprogrammpaket Office, mit denen Microsoft bislang das meiste Geld verdient hat. Und diese Position habe Microsoft jetzt bestätigt, sagte Cearly. „IBM ist immer stärker ein Dienstleistungsunternehmen und wir sind eine Software-Firma“, sagte Ballmer auf eine Konferenz vor mehr als 500 Unternehmenskunden.

Ken Bisconti, IBM-Vizepräsident der Abteilung Lotus Workplace, verwies aber darauf, dass IBM der zweitgrößte Software-Hersteller sei und nicht nur eine Beratungsfirma. Mit Windows und Office werde ein proprietäres Vor-Internet-Computermodell weitergeführt, „von dem wir glauben, dass es sich dem Markt nicht anpasst“, sagte Bisconti.

Die Marketing-Kampagne von Microsoft steht unter dem Slogan „People-Ready“. Das Unternehmen setzt dabei auf den Bekanntheitsgrad seiner Produkte und wirbt mit der leichten Bedienbarkeit, was auch die Einführung neuer Produkte im Geschäftskundenbereich leichter machen soll.

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