Ifa-Eröffnung
Merkel ruft Industrie zu stromsparender Unterhaltung auf

Die Industrie muss nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch mehr tun, um Energieverschwendung durch den Standby-Betrieb von Elektrogeräten zu vermeiden. Merkel rief die Hersteller anlässlich der Eröffnung der 48. Internationale Funkausstellung (Ifa) am Donnerstagabend in Berlin auf, bei der Produktion von Unterhaltungselektronik auf energiesparende Technik zu setzen. Auf dem Gebiet möglichst effizienter Technik bei Kleingeräten gebe es noch einiges zu tun.

HB BERLIN. Die IFA sei Spiegel und Motor der wirtschaftlichen Entwicklung und sei immer und auch in diesem Jahr am Puls der Zeit, sagte Merkel. Für das Publikum öffnet die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik, die erstmals auch Haushaltsgeräte präsentiert, am Freitag.

Merkel forderte Offenheit gegenüber neuen Technologien. Junge Leute müssten befähigt werden, diese zu nutzen und diese auch weiterzuentwickeln, sagte sie auf der Eröffnungs-Gala vor rund 500 geladenen Gäste. Der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sagte: "Ich erwarte von der Industrie, dass ich nicht erst 20 Handbücher lesen muss, bevor ich den Videorekorder starten kann."

Bis zum 3. September zeigen 1 245 Aussteller aus 63 Ländern ihre Neuheiten - nie war die Messe größer und internationaler. Im Mittelpunkt stehen wieder Flachbildfernseher, das hochauflösende Fernsehen HDTV, Digitalkameras, Notebooks, Navigationsgeräte und Audio-Anlagen. Topthemen sind Umweltschutz und Energieeffizienz. Die Unterhaltungselektronik-Branche rechnet damit, dass ähnlich wie 2007 Aufträge im Wert von 2,75 Mrd. Euro gezeichnet werden.

Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit über 220 000 Besucher. Im Vorverkauf kostet eine Tageskarte zehn Euro, an der Kasse 14, ermäßigt zehn Euro. Das Schülerticket gibt es bereits für 5,50 Euro.

Fernsehen und Internet verschmelzen

Unternehmen wie Panasonic und Toshiba erklärten, ihre Geräte seien energieeffizient wie nie zuvor. Ein weiterer Trend geht hin zur Verschmelzung von Internet und Fernsehen. Panasonic bietet Geräte an, mit denen aktuelle Videos aus dem Internet auf dem Fernseher abgespielt werden können.

Derweil kündigte die Telekom den massiven Ausbau des Internet-Fernsehens IPTV an. Bis Ende des Jahres sollen 500 000 Kunden den interaktiven Fernsehstandard nutzen, bis Ende 2010 sogar 1,5 Millionen Kunden, wie T-Home Vorstand Christian Illek sagte. Dazu würden die Breitbandnetze VDSL und ADSL2+, mit denen das internetbasierte Fernsehen empfangen werden kann, stark ausgeweitet.

Momentan nutzen rund 250 000 Menschen das Internetfernsehen, 40 Städte sind mit dem VDSL-Highspeednetz ausgestattet. Illek kündigte an, bis Jahresende sollten 50 Städte mit VDSL und 1 000 Städte mit ADSL2+ ausgestattet sein. Diese Ausbaustrategie sei für rund 20 Mill. Kunden die Voraussetzung für das Surfen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde. Mit IPTV können die Nutzer beispielsweise zeitversetzt fernsehen oder ihre Lieblingssendung aufnehmen.

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