Im Trend
Widgets – Virtuelle Misteln

Mit der eigenen Anwendung auf anderen Webseiten oder kontinuierlich auf dem Desktop des Nutzers präsent zu sein, erweisen sich Widgets derzeit als echter Trend im Web 2.0. Die virtuellen Helferlein sind kleine Programme, die sich wie Misteln extern einnisten und eigene Inhalte oder Botschaften transportieren. Sie haben nicht zuletzt durch Videoportale wie Youtube sowie die rasant wachsende Community Facebook einen fliegenden Start hingelegt.

"Zunehmend wird das Marketing-Potential von Widgets erkannt", so Malte Hasse, Co-Leiter des Arbeitskreises Zukunftstrends und stellvertretender Geschäftsführer der A&B Face-2 GmbH. -Net "Es geht nicht mehr nur um die Verbreitung von Videos oder anderen Inhalten, sondern verstärkt um Shopping und Markenbildung in affinen Umgebungen. Die Tatsache, dass Widgets im Gegensatz zu klassischen Werbebannern freiwillig integriert werden, erhöht ihre Akzeptanz deutlich."

Aus alt mach neu

Widgets sind allerdings gar nicht so neu wie es scheint. So schlummerten sie als Bestandteil von Microsofts Active Desktop schon eine ganze Weile auf den Rechnern, ehe Trendsetter Apple sie aus ihrem Dornröschenschlaf erweckte und ihnen mit dem "Dashboard" einen passenden Rahmen gab. Seitdem wächst die Nutzergemeinde kontinuierlich. Mit der prominenten Implementierung der Kreuzung aus "Windows" und "Gadget" in der letzten Version von Microsofts Betriebsystem Windows Vista, haben sich die kleinen Programme endgültig breitenwirksam durchgesetzt. Das zeigen auch erste Engagements von Global Playern wie Nike und H&M in diesem Bereich.

Markt-Relevanz/-Potential

Vor allem für den sogenannten Social Commerce, den nutzerunterstützten Handel und die Erstellung von maßgeschneiderten Produkten haben Widgets ein großes Potential. So nutzt beispielsweise die Social Commerce Plattform Shoppero Widgets, mit denen Websitebetreiber ihre Shoppingempfehlungen auf ihren eigenen Seiten sowie auf ihren Profilen in sozialen Netzwerk-Plattformen einbauen und darüber an Bestellungen mitverdienen können, ganz ähnlich wie bei klassischem Affiliate Marketing. Auf vergleichbare Weise arbeiten zum Beispiel auch die T-Shirt-Designerplattform La Fraise oder der Musikshop Beatport.

Nutzer-Akzeptanz

Wenn Widgets einen echten Mehrwert für die eigene Seite bietet, bauen Nutzer sie gerne in ihre Seiten ein. Nützliche Zusatzinformationen, die zu den Inhalten der Seite passen oder Verdienstmöglichkeiten durch Social Commerce Modelle bieten, sind beliebt und werden in Zukunft eine zunehmend wichtigere Rolle in Marketing und E-Commerce spielen. Schließlich hängt der Erfolg von neuen Internetangeboten wie sozialen Netzwerken oder Portalen mit nutzergenerierten Inhalten wie Youtube, Flickr oder Twitter maßgeblich von der zusätzlichen Verwendung von Inhalten in Widgets zusammen. Die Angebote der Plattformen verbreiten sich so viral in den Netzwerken der Nutzer. Je mehr Menschen als Blogger oder Social-Networker aktiv an der Gestaltung des Internets teilhaben, umso bedeutender wird der Einsatz von Widgets als Marketing- oder Absatzinstrument.

Technologische Herausforderung

Die technologische Herausforderung ist gering. Widgets setzen bestehende Technologien clever ein, stellen aber keine Herausforderung im Bereich der Programmierung. Wichtiger ist da schon das Design, das nicht zuletzt die Aufgabe hat, den Nutzer zur Integration des Widgets zu bewegen.

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