Informationstechnologie
Licht und Schatten auf deutschem Markt

Auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin hat der Branchenverband Bitkom aktuelle Zahlen zum Informationstechnologiemarkt präsentiert. Zudem wurde ein Ausblick auf 2007 gegeben - der war allerdings verhalten.

HB BERLIN. Der deutsche Informations- und Telekommunikationsmarkt (ITK) wird nach Bitkom-Einschätzung dieses Jahr 2,5 Prozent zulegen. Wachstumsmotor soll der Dienstleistungsbereich sein. Die Umsätze der Branche sollen 2006 auf 146,4 Mrd. Euro steigen, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Für 2007 geht Bitkom jedoch von einem langsameren Wachstum von lediglich 1,6 Prozent aus.

In der Prognose des Verbands wird zum ersten Mal der Konsumelektroniksektor berücksichtigt. Bislang war Bitkom ohne Konsumelektronik für 2006 von einem Wachstum von 2,4 Prozent und für 2007 von einem Plus von 2,0 Prozent ausgegangen.

"Es gibt Licht und Schatten. Viele Marktsegmente laufen sehr gut. Aber es gibt auch einige Segmente, in denen sich der Wettbewerb weiter verschärft, die Preise verfallen und die Umsätze zurückgehen", sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Schwach sei dieses Jahr der Markt für Personalcomputer (PC) und Festnetztelefonie, sagte Berchtold. Daher geht die Bitkom 2006 von einem Umsatzrückgang von 1,7 Prozent für den Hardware-Sektor aus. Geschadet habe dem PC-Absatz auch die Fußballweltmeisterschaft. "Den Computer-Produzenten hat die Fußball-WM weniger genützt als geschadet", meinte der Bitkom-Präsident. "Viele Verbraucher haben sich für einen schicken Flachbildfernseher oder eine DVD-Rekorder entschieden statt für ein neues Notebook", sagte Berchtold weiter. Für den Software-Markt erwartet er dieses Jahr hingegen ein Wachstum von 5,5 Prozent.

Der Bereich Telekommunikation werde mit einem Wachstum von 0,5 Prozent auf 66,4 Mrd. Euro hinter den Erwartungen zum Jahresanfang zurückbleiben, heißt es. Auch hier schlage der Preisverfall durch. Im Mobilfunk seien die Preise binnen eines Jahres um 13 Prozent gesunken. Gleichzeitig habe die Regulierungsbehörde den Druck auf die Anbieter erhöht. Trotzdem rechnet Bitkom in der Mobilkommunikation für 2006 mit einem Umsatzzuwachs von zwei Prozent auf 24 Mrd. Euro.

Der Umsatz mit Gesprächen im Festnetz werde um 4,5 Prozent auf 18,8 Mrd. Euro sinken, lautet die Prognose. Wegen der niedrigeren Mobilfunkpreise würden die Verbraucher mehr mit dem Handy statt über das Festnetz telefonieren. Die Internet-Telefonie als preiswerte Alternative mache sich auch bemerkbar. Markttreiber in der Telekommunikation seien die Datendienste im Festnetz mit einem Plus von acht Prozent auf 11,6 Mrd. Euro. Bitkom rechne beim Breitband mit einem Plus von 32 Prozent auf 14 Mill. Anschlüsse. Die digitale Verbraucherelektronik überschreite mit einem Plus von 17 Prozent die Schwelle von zehn Mrd. Euro. Trotz des bereits hohen Niveaus soll es 2007 einen Zuwachs von fünf Prozent geben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%