Instant Messaging wird populär
E-Mails sind von gestern

Die E-Mail ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, aber eigentlich ist sie schon wieder von gestern. Insbesondere für viele junge Menschen ist die Technik gerade noch gut, ihre Eltern, Lehrer oder Vorgesetzten zu erreichen und vielleicht noch Dateien zu verschicken.

HB CHICAGO. Kommuniziert wird aber über Textbotschaften, sei es mit dem Handy oder einem Instant Messenger, und in Blogs oder Plattformen wie MySpace oder Facebook. Die Kommunikationsformen der Jugend halten aber auch Einzug in die normale Arbeitswelt.

So wie die normalen Briefkästen inzwischen oft zu einem Ort geworden sind, in dem sich vor allem Werbung, Rechnungen und gelegentlich eine Ansichtskarte aus dem Urlaub finden, so sind auch die E-Mail-Fächer scheinbar ein Magnet für Spam, den Werbemüll des Internets geworden. Und vor allem hat E-Mail für junge Menschen fast immer etwas mit Schule oder Beruf zu tun.

„Früher ging es vor allem und den Spaß“, sagt Danah Boyd, Doktorandin an der Universität von Kalifornien in Berkeley. „Jetzt steht E-Mail für Eltern und Autorität.“ Viele Menschen antworten schon gar nicht mehr auf E-Mails, wenn sie es nicht müssen. Boyds Web-Site trägt den Hinweis, dass sie Monate mit dem Lesen von E-Mails hinterher hinkt. Schneller ist sie über Instant Messaging zu erreichen.

Das heißt natürlich nicht, dass E-Mail als Kommunikationsform erledigt ist. Sie bleibt wichtig als Medium für formelle Kontakte und wenn es darum geht, eine Nachricht an viele Personen gleichzeitig zu versenden. Wenn es um geschäftliche Dinge und den Austausch von Dokumenten geht, dann ist die E-Mail weiter gefragt.

Wenn es aber um Schnelligkeit und persönliche Kontakte zu Freunden geht, setzen junge Menschen auf das Mobiltelefon oder die kurzen Textbotschaften, wie aus einer Studie des Pew Internet & American Life Projects hervorgeht. „Die Kommunikation geht weg von der E-Mail“, sagt Pew-Direktor Lee Rainie.

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