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Intel will Geschäft mit der digitalen Unterhaltung voranbringen

Der weltgrößte Chiphersteller Intel will die Entwicklung neuer und einfach zu bedienender Geräte für die digitale Unterhaltung in den Wohnzimmern voranbringen.

dpa SAN FRANCISCO. Der weltgrößte Chiphersteller Intel will die Entwicklung neuer und einfach zu bedienender Geräte für die digitale Unterhaltung in den Wohnzimmern voranbringen. Bereits ab dem kommenden Jahr werden Multimedia-Computer mit dem neuen Logo „Viiv“ (gesprochen: Weif) auf den Markt kommen, kündigte Intel-Manager Don Macdonald an.

Das Marken-Logo soll Geräte für die digitale Unterhaltung auszeichnen, die einfach zu bedienen sind und über eine Reihe bestimmter Grundfunktionen für den Umgang mit digitalen Medien verfügen. Mit einer Fernbedienung ausgestattet sollen die Multimedia-PCs es dem Konsumenten künftig leichter machen, im Internet zu surfen, Filme anzuschauen oder Musik aus dem Netz herunterzuladen.

Künftig würden Multimedia-PCs mehr DVD-Playern als herkömmlichen Computern ähneln, sagte Macdonald. Unter dem Namen „Golden Gate“ präsentierte der Manager den Teilnehmern des Intel Developer Forums (IDF) am Mittwoch einen kleinen gelben Mini-Computer als funktionsfähigen Prototyp in der Größe einer lackierten Brotdose. Mit neuem Intel-Doppelkern-Prozessor, DVD-Recorder und TV-Tuner soll dieser Mini auch alle gängigen Speichermedien für Audio und Video- Daten erkennen.

Bereits im Januar hatte der weltgrößte Halbleiterhersteller, dessen Chips auf rund 80 Prozent aller weltweit eingesetzten Personal Computer arbeiten, die Bezeichnung „Viiv“ als Wortmarke beim US- Patentamt registrieren lassen. Es soll künftig Multimedia-PCs auszeichnen, die beispielsweise leistungsfähige Doppelkern- Prozessoren enthalten und standardmäßig über eine Fernbedienung verfügen. Via einer speziell integrierten Technologie kann der PC wie ein Fernseher per Knopfdruck an- und ausgeschaltet werden. Die Computer sollen einen Media-Server enthalten, der zum Beispiel verschiedene Medien-Formate automatisch erkennt, bei Bedarf neu codiert und problemlos wiedergibt.

Mit der neuen Marke will Intel an den Erfolg anknüpfen, die der Halbleitergigant im Notebook-Segment mit seinem „Centrino“-Logo verbuchen konnte. Seit der Einführung im Frühjahr 2003 brachte es dem Unternehmen insgesamt fünf Mrd. Dollar ein. „Centrino“ zeichnet Laptops aus, die über einen speziellen mobilen Intel-Chipsatz verfügen, in dem ein drahtloser Internetzugang bereits integriert ist. Mit „Viiv“ soll nun ein ähnlicher Erfolg im Markt der Unterhaltungselektronik erzielt werden. „Die PC-Industrie ist ein fabelhaftes Geschäft“, sagte Macdonald. „Wir fügen ihr das Potenzial von rund einer Milliarde Geräten aus der Consumer Electronic hinzu.“

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