Internet-Anschlussbox
Horst greift Fritz an

Angeregt durch den großen Erfolg des Internet-Zugangsgeräts „Fritz Box“ des Berliner Herstellers AVM wird das taiwanesische Unternehmen D-Link am 20. August den Konkurrenten „Horst Box“ auf den Markt bringen. Das Gerät wird exklusiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeboten, was einen simplen Grund hat.

ruk MÜNCHEN. „Die Horst Box wurde in Deutschland entwickelt“, sagte Thomas von Baross, verantwortlicher D-Link Manager für Zentraleuropa, bei der Produktvorstellungen am Mittwoch in München. „Ich konnte unsere Führungskräfte in Taiwan überzeugen“, erläuterte Barros weiter, „dass Deutschland ein so wichtiger Markt ist, dass es sich lohnt, ISDN kompatible Breitbandanschlüsse dafür zu entwickeln“.

Als Hintergrund: Nur im deutschsprachigen Raum sind Breitbandanschlüsse mit dem Telefonstandard ISDN verknüpft. Der aus der Mitte der 80-er Jahre stammende Standard für ein „Integrated Services Digital Network“ hat sich nur hierzulande durchgesetzt. Mit dem heute veralteten Datenanschluss für digitale Kommunikation kann man telefonieren, Faxe verschicken oder sich ins Internet einwählen. Welche Funktion verwendet wird, ist vom Service-Provider an der Gegenstelle abhängig. Die in Deutschland verwendeten ISDN-Leitungen bieten drei Kanäle: 2 mit je 64Kbit/sec und einen Service Kanal mit 16KBit/sec. ISDN ist noch immer wichtiger Bestandteil des deutschen Telefonsystems.

Vor diesem Hintergrund ist für Hersteller aus den USA oder Asien praktisch unmöglich, Kommunikationsanschlüsse für diesen Markt herzustellen, ohne auf ein Entwicklungsteam in Deutschland zurückzugreifen. Dass der Markt groß genug ist für ein Engagement, zeigt das Beispiel „Fritz Box“.

Auf den Erfolg hat D-Link reagiert und in München mit seiner „Horst Box“ (genaue Typenbezeichnung: DVA-G3342SD) eine Kommunikationsanlage vorgestellt, die zugleich einen WLAN Access Point, ein ADSL-Modem, einen DSL-Router und einen 4-Port Ethernet Switch in einem Gerät vereint. Die „Horst Box“ ist für den Einsatz im privaten Umfeld sowie in kleinen Büros konzipiert und soll sich in der Trendfarbe weiß auch in gestylte Wohnumgebungen einfügen. Der Hersteller aus Fernost orientiert sich mit seinem ersten Modell – weitere sollen im kommenden Jahr folgen – stark an den Funktionen der „Fritz Box“. Die „Horst Box“ hat aber mehr Anschlüsse.

Ausgestattet mit Verbindungen für Analog- und ISDN-Telefone ermöglicht die „Horst Box“ den Anschluss verschiedener Endgeräte wahlweise zum Telefonieren über das Internet oder das Festnetz. Über den integrierten 54 Mbit WLAN Access Point können zudem alle Nutzer im Netzwerk kabellos im Internet surfen. Besonderheit hierbei: Zur Installation wird die „Horst Box“ mit dem DSL-Splitter und dem Telefonanschluss (ISDN oder analog) verbunden, Telefone (Analoge & ISDN) werden direkt an die „Horst Box“ angeschlossen. Die angebrachte Antenne lässt sich bei Bedarf durch eine Antenne mit stärkerer Sendeleistung einfach austauschen. Das Gerät verfügt weiterhin über zwei USB-Anschlüsse, über die sich mit der ab Mitte August verfügbaren Firmware 2.0 weitere Geräte wie Drucker oder Festplatten anschließen lassen.

Für Sicherheit bei der Datenübertragung sollen eine integrierte Firewall sowie kabellose Verschlüsselungsmechanismen wie WPA/WPA2, TKIP, AES und die Authentifizierung über den Pre-Shared Key Modus sorgen. Die „Horst Box“ DVA-G3342SD wird nach Angaben des Hersteller ab Mitte August 2007 im Handel zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 199 Euro erhältlich sein.

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