iOS 5
Apple-Update stellt Internet auf die Probe

Das Software-Update für iPhone und iPad von Mittwochabend haben auch Internet-Provider gespürt. Apples neue Software führte einige Provider offenbar an Grenzen.
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Düsseldorf„So viel Datenverkehr haben wir noch nie zuvor durch ein Software-Update gesehen“, zitiert das Blog „The Next Web“ Andy Davidson, Chef des Londoner Internet-Knotens LONAP. Der Grund ist auf iOS 5, das jüngste Software-Update für iPhone und iPad.

Auch Apple selbst bekam den Andrang zu spüren, die Server brachen unter der Last der Anfragen zeitweise zusammen. Viele iPad- und iPhone-Kunden beklagten sich, dass das Update nicht heruntergeladen werden konnte – die Nutzer bekamen den „Fehler 3200“. Der Fehler gehörte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zeitweise zu den populärsten Themen.

Kein Wunder: Wohl noch nie versuchten so viele Nutzer gleichzeitig ein 600 MB großes Datenpaket über das Internet zu laden, eine Folge der weiten Verbreitung des iPhones. Gleichzeitig stellte Apple auch ein Update für sein Desktop-Betriebssystem Mac OS X bereit, was für zusätzlich Datenverkehr sorgte.

Der Net Usage Index des Netzwerk-Providers Akamai stellte zwischenzeitlich ein um 70 Prozent erhöhtes weltweites Datenvolumen fest. Zum Vergleich: Als die Nachricht vom Tode Michael Jacksons den Netzverkehr zum Explodieren brachte, schoss der Traffic laut Akamai „nur“ um 50 Prozent in die Höhe.

Die Mitarbeiter des britischen Internet-Providers AAISP hat das plötzliche Ansteigen des Traffics kalt erwischt. Gegen 21 Uhr Londoner Zeit meldeten sie auf der Status-Seite des Providers ein ungewöhnlich hohes Traffic-Aufkommen, das sie sich nicht erklären konnten. „Das ist schlimmer als die Fußballweltmeisterschaft“, bemerkte der Provider.

Später schrieb ein Mitarbeiter: „Meine einzige Idee ist das neue iOS-System – sollte es wirklich das sein, bin ich beeindruckt“. Später notierte er: „Die Nutzung hat ein noch nie dagewesenes Level erreicht – so etwas haben wir noch nie gesehen“. Nutzer würden Probleme melden. Am Ende steht fest: Es war das iOS-Update.

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