IT-Sicherheit
Freie Software soll gestohlene Notebooks finden

Die freie Software Adeona soll dabei helfen, gestohlene oder verlorene Notebooks wieder aufzufinden. Spezielle Verfolgungsprogramme senden Informationen, anhand derer sich der Standpunkt des Gerätes nachvollziehen lässt.
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BERLIN. Entwickelt wird die Software an der Universität Washington mit Beteiligung der Universitäten San Diego und California Davis. Die Entwickler haben sie auf dem 17. Usenix Security Symposium in San Jose vorgestellt. Adeona wird auf einem Notebook installiert und sendet dann bestimmte Informationen wie die aktuelle IP-Adresse - sofern eine Internetverbindung besteht. Auch Informationen zu den nahe gelegenen Routern werden versendet. Damit könne die Polizei das Gerät lokalisieren, so die Entwickler.

Die Daten schickt Adeona an das freie OpenDHT-Netzwerk. Dabei sollen die von Adeona gesendeten Daten anonym sein und sich nicht mit dem Anwender in Verbindung bringen lassen. Außerdem verschlüsselt Adeona alle Daten. So soll es für Dritte unmöglich sein, auf diese zuzugreifen. Der Besitzer hingegen soll mit seinen Zugangsdaten einfach an alle Informationen kommen.

Unter MacOS X ist Adeona bereits in der Lage, die in vielen Apple-Notebooks vorhandene Webcam zu nutzen, um den mutmaßlichen Dieb zu fotografieren. Derzeit lässt sich Adeona allerdings noch sehr einfach deinstallieren - was auch Dieben die Möglichkeit gibt, die Verfolgungssoftware schnell zu entfernen. Dies soll sich in kommenden Versionen ändern, wenn die Anwender es wünschen. Dann könnte sich Adeona so im System verankern, dass sich das Programm nicht ohne weiteres löschen lässt.

Die aktuelle Entwicklerversion Adeona 0.2.1 ist für Linux, MacOS X 10.4 und 10.5 sowie für Windows XP und Vista als Download verfügbar. Eine kurze Installationsanleitung gibt es auf den Projektseiten. Momentan prüfen die Entwickler, ob sich Adeona auch für das iPhone sowie für Windows-Mobile-Geräte umsetzen lässt.



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