IT-Sichheitsexperten geben den Unternehmen schlechte Noten
Mangelnde IT-Sicherheit gefährdet die Wirtschaft

Für viele keine neue Nachricht ist, dass viele Firmen nicht genügend gegen die Gefahren aus den weltweiten Datennetzen geschützt sind. In einer Umfrage des BSI geben nun aber IT-Experten sogar ihren eignen Unternehmen schlechte Noten.

hiz DÜSSELDORF. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine neue Studie zur IT-Sicherheit vorgestellt. Per Telefon befragte TNS Emnid dafür Ende vergangenen Jahres 500 Experten nach den Schutz-Maßnahmen in ihren Unternehmen. Rede und Antwort standen letztlich 298 IT-Sicherheitsbeauftragte bzw. IT-Verantwortliche und 152 Datenschutzbeauftragte aus Behörden, Unternehmen und Verbänden. Das Ergebnis: Jeder fünfte Befragte hält die Vorkehrungen in der eignen Organisation für nicht ausreichend.

Die elektronischer Datenverarbeitung und die internationale Vernetzung sind aus den heutigen Geschäfts- und Fertigungsprozessen nicht mehr wegzudenken. Ohne Computer wären Finanztransaktionen, Produktionsprozesse, Logistik oder sogar Bezahlvorgänge an Supermarktkassen unmöglich. So gaben auch 98 Prozent der Experten an, dass funktionierende IT-Systeme für den Arbeitsablauf der gesamten Organisation oder des Unternehmens sehr wichtig sind.

Vor diesem Hintergrund ist die Aussage von 89 Prozent der Experten besonders bedenklich, denn sehen die Wirtschaft in Deutschland durch mangelnde IT-Sicherheit bedroht. "Diese Zahlen belegen den gestiegenen Stellenwert der IT-Sicherheit", wertet BSI-Präsident Dr. Udo Helmbrecht die Umfrageergebnisse.

Zwar werden mittlerweile fast überall die üblichen Sicherheitsmassnahmen wie Viren-Schutz und Firewalls eingesetzt und der Zugang zum Netz durch Passwörter geschützt, doch das reicht nicht aus, so BSI-Chef Helmbrecht. "Ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept beginnt bei Administrationsrechten und endet bei Zutrittskontrollen."

Trotzdem sind nach wie vor Computerviren das Top-Thema in der IT-Sicherheit, gefolgt von unbefugten Zugriffen durch Hacker. Auf den hinteren Plätzen landen Themen wie Spam, die Sicherheit von E-Mails sowie Datensicherheit und Backup-Szenarien.

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