Keine verbindlichen Antworten zum Format der Zukunft
Qual der Wahl beim DVD-Rekorder-Kauf

DVD-Player gehören in vielen Wohnzimmern zur Standard-Ausrüstung. Komplizierter ist allerdings die Lage bei DVD-Rekordern. Hier buhlen zwei Lager um die Gunst der Verbraucher. Und auch in der Frage nach der Nachfolge-Technik ist bereits ein Streit ums Format entbrannt.

HB HANNOVER. Der Streit um das richtige Format zur Aufzeichnung von Videos hat in der Unterhaltungselektronik Tradition. In den siebziger Jahren lieferte sich die Branche einen erbitterten Kampf um das ideale Aufzeichnungs- und Wiedergabesystem für Videorekorder. 1980 setzte sich das japanische Unternehmen JVC mit VHS gegen die technisch überlegenen Formate Betamax (Sony) und Video 2000 (Philips) durch. Bei der aktuellen Suche nach dem Nachfolger der veralteten VHS-Kassette ist für viele Verbraucher die Situation ähnlich unübersichtlich wie damals beim historischen Video- Formatkrieg.

Die Definition der Formate für beschreibbare DVDs wird von zwei Industrieverbänden dominiert, die jeweils eigene Formate propagieren. Im DVD-Forum haben sich über 230 Unternehmen zusammengeschlossen, darunter Branchengrößen wie Philips, Sony, Hitachi, Matsushita, Mitsubishi, Pioneer und Toshiba Corporation.

Dem DVD-Forum steht die DVD+RW Alliance gegenüber, in der vor allem Geräte- und Medienhersteller wie HP, Yamaha, Ricoh und Verbatim, aber auch DVD-Forum-Mitglieder wie Sony und Philips organisiert sind. Es geht um "Minus" gegen "Plus": Während das DVD- Forum die Format "DVD-R" beziehungsweise "DVD-RW" für mehrfach beschreibbare Medien fördert, schickt die Alliance die Formate "DVD+R" und "DVD+RW" als preiswertere Alternative ins Rennen.

Bei den DVD-Brennern, die in einem Personal Computer stecken, spielen die Formate inzwischen keine Rolle mehr, da nahezu alle DVD- Brenner mit den "Plus"- und "Minus"-Varianten klarkommen. Bei den so genannten Stand-Alone-Playern, die im Wohnzimmer den Videorekorder ablösen sollen, müssen sich die Verbraucher hingegen bewusst für das eine oder andere Format entscheiden. "Bei den einmal beschreibbaren Medien liefern sich DVD-R und DVD+R mit 42 Prozent Marktanteil zu 41 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen", sagt Philips-Manager Frank Simonis von der DVD+RW Alliance auf der Cebit. Bei den Silberscheiben, die man mehrfach beschreiben und wieder löschen kann, habe DVD+RW mit 58 Prozent zu 33 Prozent die Nase vorn. In diesem Segment spielt auch noch Panasonics DVD-RAM mit einem Marktanteil von 22 Prozent eine gewisse Rolle.

Die Vertreter der unterschiedlichen Industrieverbände versuchen nun, mit schnelleren Laufwerken das Publikum für ihre Lösungen zu begeistern. Der Hersteller Verbatim zeigte auf der Cebit DVD+R-Medien mit einer Geschwindigkeit von 16x. Damit kann eine komplette DVD in sechs Minuten aufgenommen werden. Bei den ersten DVD-Rohlingen mussten die Anwender noch rund eine Stunde lang warten, bevor die DVD fertig gebrannt war.

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