Kontrolle der Botschaften problematisch
Instant Messaging reizt Unternehmen

Instant Messaging hat mittlerweile in Unternehmen Einzug gehalten, doch häufig noch außerhalb gemanagter und kontrollierter Infrastrukturen. Mitarbeiter, die Instant Messaging nutzen, tun dies in der Regel ohne Wissen und Zustimmung der DV-Abteilungen. Nun stellen immer mehr Anbieter Lösungen vor, die sich in Unternehmens-IT besser einbinden lassen.

DÜSSELDORF. Viele kennen Instant Messaging aus Chat-Foren: Die Kommunikation läuft nicht zeitversetzt wie bei elektronischer Mail, sondern sie gleicht eher einer Konferenzschaltung am Telefon. Nur gibt es nichts zu hören, sondern die Sätze flitzen per eiligem Tastaturgetippe hin und her.

Wie so häufig haben Virenschreiber mit zu den Ersten gezählt, die Instant Messaging als Anwendung ernst genommen haben. Mehr als 2000 schädliche Softwarepakete, die speziell Instant Messaging im Fokus hatten, zählten die Hersteller im Jahr 2005. Im Vorjahr waren es nur 134. Das jüngste Beispiel trifft ausgerechnet Apple-Nutzer, die sonst weniger Probleme mit Schadprogrammen haben: Über I-Chat verbreitet sich ein Wurm, der eine Schwachstelle im Betriebssystem OS X ausnutzt.

Diese Bedrohungsszenarien sind ein Grund für Firmen, nach integrierten und kontrollierten Lösungen Ausschau zu halten. Der zweite ist die Furcht, dass Informationen und Diskussionen, die nachvollziehbar sein müssen, im Wildwuchs verloren gehen. "Instant Messaging wird im Unternehmenseinsatz Bestandteil von Collaboration-Plattformen wie Lotus Notes oder Outlook sowie von Portallösungen sein", schätzen Berater der Experton Group.

Zu den Anbietern der ersten Stunde wie Jabber, Trillian oder Omnipod gesellen sich neue: Zum einen Mail-Experten wie Yahoo oder AOL, zum anderen Anbieter von Werkzeugen, mit denen sich die Zusammenarbeit in Unternehmen verwalten lässt wie Microsoft oder IBM. Gartner-Analyst Matthew Cain erwartet daher "dass viele kleinere Anbieter von Systemen und Sicherheitslösungen aufgekauft werden". Die Übernahme von Omnipod durch Messagelabs war das jüngste Beispiel für diesen Trend. Das aufgekaufte Unternehmen hatte Zugänge zu AOL, Yahoo und Microsoft unterhalten. Sicherheitsexperte Symantec hat Anfang des Jahres Imlogic geschluckt. Das Unternehmen hat Verfahren zur Kontrolle und Absicherung von Instant-Messaging-Netzen entwickelt.

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