Kriminalität
Tausende Pädophile im Internet

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) hat weltweit mehr als 2 200 Verdächtige ermittelt, die im Internet mit Kinderpornografie gehandelt haben sollen.

dpa STUTTGART. Bei der seit Anfang des Jahres laufenden Großaktion entdeckten die Internetfahnder nach Angaben vom Montag unter anderem Bilder und Filme, in denen auch Kleinkinder unter „gewaltsamen und entwürdigenden Umständen“ sexuell missbraucht werden. Die Tatverdächtigen kommen aus 82 Nationen; 58 von ihnen wohnen in Baden-Württemberg, 325 in anderen deutschen Bundesländern.

Die Daten wurden den Angaben zufolge an die zuständigen Polizeistellen und Staatsanwaltschaften im In- und Ausland übergeben. LKA-Präsident Klaus Hiller teilte mit, dass die Angebote immer grausamer und brutaler würden: „Zu ihrer Befriedigung brauchen diese Täter einen immer stärkeren Kick.“ Es müsse damit gerechnet werden, dass manche Täter auch aktiv Kinder missbrauchen könnten, wenn ihnen das bloße Anschauen nicht mehr genüge.

Die Ermittler fanden Videos, in denen Kinder unter zwei Jahren missbraucht werden, „zum Teil gefesselt, grausam gequält und wie Ware präsentiert“. Das Material hätten sich auch Kinder herunterladen können. Hiller riet Eltern deshalb dringend, Filterprogramme auf ihren Computern einzurichten.

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