Leicht-DVD
Krumme Dinger

Zeitschriften, besonders über Computer und Unterhaltungselektronik, werden immer öfter DVDs mit Filmen und Musik beigelegt. Weil aber nur knapp die Hälfte der Hefte einen Käufer findet, landen viele der Disks im Müll. Eine Firma aus Mecklenburg-Vorpommern will die Verschwendung reduzieren. Die Lösung heißt EcoDisc.
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DÜSSELDORF. Für europaweit 1,16 Milliarden Scheiben wurden 2005 mehr als 18 000 Tonnen Polycarbonat verbraucht. Weil im Durchschnitt nur 40 bis 65 Prozent der Hefte einen Käufer finden, landen viele der Disks im Müll. Die ODS Optical Disc Service Europe aus Dassow in Mecklenburg-Vorpommern will die Verschwendung reduzieren. Sie hat mit dem Greifswalder Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik und der Technischen Universität Berlin eine DVD entwickelt, die mit 0,6 Millimetern und acht Gramm Gewicht nur halb so dick und schwer ist wie eine gewöhnliche. Die EcoDisc mit 4,7 Gigabyte Speicherkapazität besteht aus einer einzigen Schicht und ist fast so biegsam wie ein Personalausweis. „Das geringere Gewicht spart Porto", sagt Wilhelm Mittrich, Geschäftsführer des größten europäischen Produzenten von Beilege-CDs und -DVDs. Drei Millionen Scheiben verlassen täglich das Werk.

Noch einen Vorteil hat die neue Disc. Anders als herkömmliche Scheiben, die stark verformt zerbrechen oder ihre Daten verlieren, nimmt die EcoDisc in Druckmaschinen keinen Schaden. Selbst fast rundgebogen, federt sie in ihre Ausgangsform zurück. Allerdings empfiehlt der Hersteller, den Dünnling nur in DVD-Player und PCs mit einem herausfahrbaren Ladefach einzulegen und sie nicht in einen Schlitzeinzug zu schieben.

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