Makerbot-Managerin
„Mit 3D-Druck gelingen Produkteinführungen schneller“

Selber machen statt kaufen: Geht es nach der Firma Makerbot, werden Spielzeug und Schmuck, Ersatzteile und Modelle künftig mit dem 3D-Drucker produziert. Auch die Wirtschaft soll profitieren – wenn es schnell gehen muss.
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Las VegasDer 3D-Druck gilt als Zukunftstechnologie: Die Geräte können aus digitalen Vorlagen Produkte zum Anfassen herstellen. Bislang ist das allerdings nur etwas für Profis. Die Firma Makerbot will auch Laien zu Bastlern machen. Im Interview mit Handelsblatt Online erklärte Strategiechefin Jenny Lawton, wie ein Scanner dabei helfen kann und wo auch große Firmen von der Technologie profitieren sollen.

Was stellen Sie zu Hause mit Ihrem 3D-Drucker her?

Meistens Dinge, um die mich meine Kinder bitten. Das kann eine Figur aus einem Videospiel sein oder ich mache Weihnachtsschmuck. Vor meiner Hochzeit habe ich Lotusblüten für die Kerzen gedruckt. Ich mag komplizierte Dinge.

Konstruieren Sie am Computer eigene Objekte?

Ich bin ein bisschen ungeduldig. Ich kann zwar Konstruktionswerkzeuge nutzen, aber meistens stöbere ich auf unserer Plattform Thingiverse. Es gibt dort so viele Dinge, ich schaue meistens, was ich finde, und lade es herunter.

Viele Leute finden 3D-Druck faszinierend, wissen aber nicht, was sie selbst drucken sollten. Wie will Makerbot sie überzeugen?

Es geht nicht nur um den Drucker, sondern um die gesamte Erfahrung, das Ökosystem. Wir bieten drei Möglichkeiten an, etwas zu drucken: Man kann fertige Objekte von unserer Plattform herunterladen, mit unserem Digitizer einscannen oder mit CAD-Software konstruieren. Wir haben in den USA auch eigene Geschäfte, dort kann man zum Beispiel sein Porträt einscannen und drucken lassen. Außerdem gibt es unsere neue Software mit Design-Werkzeugen. Wir wollen es möglichst leicht machen, Dinge zu erschaffen. Sobald man einen 3D-Drucker nutzt, fragt man sich: Mache ich das selbst oder kaufe ich das?

Sie haben bislang 44.000 Drucker verkauft. Wer sind Ihre Kunden?

20 bis 25 Prozent stammen aus dem Bildungsbereich, weitere 60 Prozent sind Fachleute, die eine Fabrik auf dem Schreibtisch brauchen. Der Rest sind Early Adopter und Bastler.

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„Neue Geräte noch am selben Tag“

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